Die Eintracht Frankfurt Frauen scheitern in Paris an PSG und verpassen die Champions League. Alle Infos zum dramatischen 1:5 nach Verlängerung jetzt bei Radio…
Was für ein Drama! Die Eintracht Frankfurt Frauen haben in der Nacht zum Mittwoch alles gegeben – und am Ende trotzdem verloren. Im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League unterlagen die Hessinnen Paris St. Germain mit 1:5 (1:1, 0:1) nach Verlängerung. Der Traum von der Königsklasse ist geplatzt. Und das, obwohl die Eintracht phasenweise sogar mit einem Mann weniger auf dem Platz richtig aufgedreht hat.
Der Abend in der Stadt der Liebe begann für die Eintracht schon mit einer schlechten Nachricht: Larissa Mühlhaus, die im Hinspiel noch getroffen hatte, fehlte wegen einer Oberschenkel-Verletzung komplett. Für sie rückte die Australierin Hayley Raso in die Startelf. Trotzdem war es die Eintracht, die die erste Chance hatte – Innenverteidigerin Marthine Östenstad köpfte nach einem Freistoß und einem Fehler der Pariser Torhüterin beinahe die Führung, doch ihr Schuss wurde noch geblockt.
PSG machte es in der Schlussphase der ersten Hälfte besser: Merveille Kanjinga umkurvte Eintracht-Keeperin Lina Altenburg und erzielte nach einem ungewollten Doppelpass mit dem Pfosten die Pariser Führung.
Nach der Pause drückte die Eintracht, ohne dabei wirklich gefährlich zu werden. Die beste Möglichkeit ließ Ereleta Memeti ungenutzt. Dann kam die 66. Minute – und die Situation kippte dramatisch. Die bereits verwarnte Raso grätschte zu ungestüm in einen Zweikampf und sah Gelb-Rot. Zehn gegen elf – eine bittere Szene.
Aber genau diese Szene schien die Eintracht erst so richtig wachzurütteln! Nur zehn Minuten später erzielte Rebecka Blomqvist nach einem sehenswerten Doppelpass mit Memeti den Ausgleich. In Unterzahl! Paris wirkte plötzlich angeschlagen, Frankfurt angestachelt. Ein weiteres Tor wäre drin gewesen – es blieb aber beim 1:1, und es ging in die Verlängerung.
In der Verlängerung zahlte die Eintracht dann den Tribut für die immense Kraftanstrengung. Kanjinga köpfte PSG erneut in Führung, Sakina Karchaoui erhöhte kurz vor der Pause der Verlängerung. Das benötigte Fußball-Wunder blieb aus – Karchaoui per Foulelfmeter und Rasheedat Ajibade, die einen Patzer von Altenburg ausnutzte, schraubten das Ergebnis auf 5:1. Endstand.
Damit steht fest: Die Champions League findet in dieser Saison ohne Eintracht Frankfurt statt. Trost gibt es immerhin einen: Als Verlierer der dritten Qualifikationsrunde darf die Eintracht im UEFA Women’s Europa Cup antreten – europäischer Fußball bleibt also zumindest erhalten.
Während die Frauen ihren Königsklassen-Traum begraben müssen, arbeitet der Verein auf anderen Ebenen weiter an der Zukunft. Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, hat Eintracht Frankfurt Defensivspieler Lilian Brassier vom Stade Rennes verpflichtet. Der 26-Jährige kommt für rund 8,5 Millionen Euro und unterschrieb einen Fünfjahresvertrag bis 2031. Kaderplaner Markus Krösche lobte Brassier ausdrücklich für seine Physis und Schnelligkeit – Qualitäten, die in einer modernen Bundesliga-Defensive gefragt sind. Die Verstärkung soll helfen, die zuletzt aufgetretenen Schwachstellen in der Abwehr zu schließen.
Der Abend in Paris war bitter – aber die Eintracht bleibt eine Adresse, mit der man rechnet. Jetzt reinhören und alle Entwicklungen rund um die SGE verfolgen!






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