
Im Frankfurter Schönhofviertel entsteht Deutschlands erste Hybridschule: unten Grundschule, oben 134 Mietwohnungen – davon 123 gefördert. Alle Infos hier!
Was klingt wie ein verrücktes Experiment, wird im Frankfurter Schönhofviertel gerade Wirklichkeit: Im Stadtteil Bockenheim entsteht eine Hybridschule, die es so in Deutschland noch nicht gegeben hat. Das Konzept ist simpel und genial zugleich – unten lernen die Kinder, oben wohnen die Leute. Konkret bedeutet das: In den unteren Stockwerken an der Joachim-Biermann-Straße befindet sich eine vierzügige, inklusive Ganztagsgrundschule, darüber thronen 134 Mietwohnungen. Und das Beste? Der überwiegende Teil davon ist bezahlbar.
Wie OB Mike Josef (SPD) beim Richtfest am 13. August verriet, ist das innovative Konzept eigentlich aus einem Planungsfehler entstanden: Bei der Entwicklung des Schönhofviertels mit seinen gut 2.000 Wohnungen hatte man schlicht vergessen, eine Schule einzuplanen. Als der Fehler auffiel, war das Quartierskonzept bereits fertig. Die Lösung? Wohnungen einfach auf die Schule draufsetzen. Klingt mutig – und war es auch. Mittlerweile sind sich aber alle einig, dass es die beste Entscheidung war.
„Gute Bildung und bezahlbarer Wohnraum gehören untrennbar zusammen“, so Josef beim Richtfest. „Die erste Hybridschule Hessens zeigt, wie innovative Stadtentwicklung gelingen kann, indem sie Lernen, Wohnen und Nachbarschaft unter einem Dach vereint.“ Das Projekt soll ausdrücklich Modellcharakter haben – und könnte in Frankfurt schon bald wieder angewandt werden.
Das Gebäude hat es in sich! Hier ein Überblick, was die Hybridschule im Schönhofviertel so besonders macht:
Hessens Wirtschaftsminister Kaweeh Mansoori (SPD) hob beim Richtfest besonders den Wohnanteil hervor. Bezahlbarer Wohnraum auch für mittlere Einkommen sei enorm wichtig – und genau das liefert das Hybridgebäude. Die geförderten Wohnungen starten bei 5,50 Euro pro Quadratmeter, für mittlere Einkommen liegen die Preise zwischen 8,50 und 10,50 Euro. Lediglich die elf frei finanzierten Wohnungen starten bei durchschnittlich 17,30 Euro.
Monika Fontaine-Kretschmer, Geschäftsführerin beim Bauträger Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, betonte den vielfältigen Wohnungsmix: Von der 1,5-Zimmer-Wohnung bis zu vier Zimmern ist alles dabei – Größen zwischen 43,5 und 102,5 Quadratmetern. Für das gesamte Projekt investiert die Nassauische Heimstätte 60 Millionen Euro, wovon Stadt und Land insgesamt 22,9 Millionen fördern.
Der Rohbau steht, die Gerüste verdecken noch die Fassade – aber wenn alles nach Plan läuft, sollen ab dem kommenden Schuljahr Kinder und Lehrkräfte die neue Grundschule im Schönhofviertel mit Leben füllen. Frankfurt zeigt mal wieder: Hier denkt man groß, denkt man mutig und denkt man vor allem gemeinsam. Der Sound der Weltstadt – das ist auch Innovation, die wirklich ankommt. Wir bleiben für euch dran!






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