
Das 36. Stadtteilfest in Gravenbruch begeisterte mit bunter Illumination, zwei THW-Hüpfburgen und jeder Menge Programm für Jung und Alt am Dreiherrnsteinplatz.
Am Wochenende war auf dem Dreiherrnsteinplatz in Gravenbruch richtig was los: Das 36. Stadtteilfest hat wieder bewiesen, warum dieses Event für den Stadtteil so viel mehr ist als nur ein Fest. Vereine, Familien, Kinder und Politikerinnen und Politiker – alle kamen zusammen, um gemeinsam zu feiern. Und das in einem der lebendigsten Stadtteile im Main-Gebiet!
Ortsvorsteher Eddi Fischer begrüßte die Gäste am Freitagabend schwungvoll als Bewohner des – in seinen eigenen Worten – „schönsten Stadtteils der Welt“. Bürgermeister Gene Hagelstein knüpfte locker daran an und zog einen witzigen Vergleich: Gravenbruch feiert in diesem Jahr seinen 66. Geburtstag – und wie Udo Jürgens schon sang, fängt das Leben mit 66 Jahren erst richtig an. Das Stadtteilfest selbst existiert seit 36 Jahren und wäre laut Hagelstein ohne „die vielen helfenden Hände und teilnehmenden Vereine“ gar nicht denkbar.
Ein Festzelt – diesmal etwas kleiner als gewohnt – bildete das Herzstück des Festes. Drumherum gruppierten sich Pavillons vom Tennisclub Foresta, der SSG Gravenbruch, der Serbischen Gemeinschaft Izvor sowie der Crêperie Beier. Neu-Isenburgs Kulturmanager Christopher George sah im kleineren Zelt sogar einen Vorteil: Die Besucherinnen und Besucher wirkten nicht „verloren“, sondern es entstand eine richtig „kuschelige“ Atmosphäre. Die Band Capones heizte den Stimmungspegel am Freitagabend noch weiter an.
Ein besonderes Highlight ließ sich dann bei Einbruch der Dämmerung erleben: Die Bäume auf der Südseite des Dreiherrnsteinplatzes erstrahlten in einer farbenfrohen Illumination – ein Kunstwerk von Veranstaltungstechniker Sascha Budan, den Bürgermeister Hagelstein liebevoll den „Meister der Beleuchtung“ nannte, zusammen mit seinem Auszubildenden Felix Bruniki.
Am Samstagnachmittag gehörte der Platz vor allem den Vereinen und den jungen Gästen. Das THW legte sich mächtig ins Zeug und brachte gleich zwei Hüpfburgen mit: eine große aus dem Regionaldepot Frankfurt und eine weitere aus dem eigenen Fundus. „Ja, wenn man sich rechtzeitig kümmert und reserviert, dann bekommt man sie auch“, freute sich Dietmar Scherf, Leiter der THW-Nachwuchsgruppe „Löwen“, sichtlich stolz.
Auch der Kinderzirkus Wannabe begeisterte mit Mitmach-Angeboten wie Jonglage und Stelzenlaufen. Der Förderverein der Ludwig-Uhland-Schule lockte mit einer Tombola – Hauptgewinn: ein riesiges Trampolin! Das Jugendzentrum hatte zusätzlich eine Malstation und einen Kinderflohmarkt aufgebaut. Und für Bühnenfeeling sorgten die Tanzaufführungen des Kinderzentrums sowie der Schwarzen Elf, die reichlich Applaus einheimsten.
Auch politisch war das Fest gut besetzt: Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und weitere Mitglieder aus Magistrat und Stadtverordnetenversammlung schauten vorbei. Thorsten Reblin, Ortsvorsteher von Zeppelinheim, betonte die enge Verbundenheit zwischen den Stadtteilen. Eddi Fischer selbst nutzte alle drei Festivaltage, um persönlich mit den Bewohnerinnen und Bewohnern ins Gespräch zu kommen und ihre Anliegen aufzunehmen.
Ein großes Lob sprach Bürgermeister Hagelstein zudem Gordana Petkovic aus, die die Organisation des Stadtteilfestes in der Hand hatte. Ohne solche Menschen im Hintergrund läuft eben gar nichts – und Gravenbruch weiß das zu schätzen.
Das 36. Stadtteilfest war wieder einmal ein echtes Generationenfest: bunt, lebendig und nah dran an den Menschen. Genau so, wie Radio Frankfurt es liebt – der Sound der Weltstadt schlägt auch im Umland!



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