
Hessenforst legt ab dem 27. Juli zwei neue Tümpel im Bad Vilbeler Stadtwald an – für Amphibien, Artenvielfalt und mehr Widerstandskraft gegen Trockenheit.
Der Bad Vilbeler Stadtwald bekommt ein Upgrade – und das ist eine richtig gute Sache! Ab Montag, dem 27. Juli, ist Hessenforst im Einsatz, um die Waldwege zu sanieren und gleichzeitig zwei brandneue Tümpel anzulegen. Das ist nicht nur für die Natur ein Gewinn, sondern auch für alle, die den Stadtwald als Erholungsraum lieben. Der Sound der Weltstadt kommt eben nicht nur aus der Stadt – manchmal quakt er auch aus dem Wald!
Ganz einfach: Die neu angelegten Tümpel übernehmen gleich mehrere wichtige Aufgaben auf einmal. Marian Krüger, Leiter des Forstamtes Nidda, erklärt es so: „Die Tümpel erfüllen mehrere wichtige Funktionen: Sie dienen als Wasserrückhaltung, indem sie Niederschlagswasser aufnehmen und den Wasserhaushalt des Waldes stabilisieren. Gleichzeitig entstehen wertvolle Biotope für Amphibien.“
Das heißt konkret: Frösche, Kröten und Molche bekommen endlich wieder geeignete Laichgewässer. Denn viele Amphibienarten sind in ihren Beständen rückläufig – schuld daran sind der Verlust natürlicher Gewässer und die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels. Aber nicht nur Amphibien profitieren: Auch Libellen, Wasserinsekten und viele Vogelarten werden die neuen Feuchtbiotope lieben. So wird der Stadtwald fit für die Zukunft gemacht – gegen Trockenperioden und für mehr biologische Vielfalt.
Gleichzeitig mit den Tümpeln geht Hessenforst die Waldwege an. Und das war längst überfällig: Die Wege im Stadtwald wurden in den vergangenen sieben Jahren nicht grundlegend instandgesetzt. Witterungseinflüsse, Starkregen sowie die regelmäßige Nutzung durch Spaziergänger, Radfahrer und forstwirtschaftliche Fahrzeuge haben ihre Spuren hinterlassen. Schlaglöcher, Spurrinnen und Verdrückungen werden jetzt beseitigt, die Fahrbahnoberflächen neu profiliert.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Wasserführung: Durch die Wiederherstellung der seitlichen Entwässerung und die gezielte Ableitung von Hangwasser in den angrenzenden Waldbestand wird verhindert, dass Niederschlagswasser dauerhaft auf den Wegen bleibt. Das schützt die Wege vor Auswaschungen und hält das Regenwasser dort zurück, wo es wirklich gebraucht wird – im Waldboden.
Bereits im Mai hatte Stadtverordneter Jens Völker (CDU) auf die verstopften Entwässerungsgräben im Stadtwald hingewiesen. Forstamtsleiter Krüger erklärte damals, dass ein verlangsamter Wasserabfluss durchaus gewollt sein könne – ganz im Sinne des Wasserrückhalts in der Fläche.
Während der Arbeiten kann es aus Sicherheitsgründen zu zeitweisen Einschränkungen kommen. Einzelne Wege, auf denen Bagger und Grader im Einsatz sind, könnten tageweise für Besucherinnen und Besucher gesperrt sein. Die Sperrungen gelten aber nur für die jeweiligen Wegabschnitte und nur für die Dauer der Arbeiten. Hessenforst bittet alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, die Absperrungen zu beachten und auf alternative Wege auszuweichen.
Erster Stadtrat Bastian Zander fasst zusammen, worum es geht: „Mit den geplanten Maßnahmen investiert die Stadt Bad Vilbel in eine nachhaltige und zukunftsorientierte Pflege des Stadtwaldes. Die Kombination aus moderner Wegeunterhaltung und gezielten Naturschutzmaßnahmen sorgt dafür, dass der Stadtwald auch künftig sowohl als attraktiver Erholungsraum als auch als ökologisch wertvoller Lebensraum erhalten bleibt.“
Das ist eine klasse Nachricht für Bad Vilbel und die ganze Region – mehr Natur, mehr Artenvielfalt, ein gesünderer Wald. Haltet die Augen auf beim nächsten Spaziergang – vielleicht quakt es bald aus zwei nagelneuen Tümpeln!






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