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Geldmuseum Frankfurt: 3.800 Jahre alte Tontafel und ein Steinring in Torsogröße warten auf dich!

Das Geldmuseum der Bundesbank in Frankfurt zeigt 3.800 Jahre alte Tontafeln, einen riesigen Steinring von Yap und erklärt, wie Geld wirklich funktioniert…

Redaktion
·
24. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Tagen

Frankfurt hat ein Museum, das Geldgeschichte lebendig macht

Wusstest du, dass mitten in Frankfurt ein Museum steckt, das die gesamte Geschichte des Geldes erzählt – und das komplett kostenlos? Das Geldmuseum der Bundesbank liegt etwas versteckt hinter gestachelten Metallzäunen, aber der Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Museumsleiter Ulrich Rosseaux bringt es selbst auf den Punkt: „Wir setzen bewusst auf eine Fülle an Informationen und Eindrücken.“ Ein einziger Besuch reicht kaum aus, um alles aufzunehmen – so umfassend ist die Ausstellung. Und das ist in Deutschland einzigartig!

3.800 Jahre alte Tontafel – echt aus Mesopotamien

Das absolute Highlight für Museumsleiter Rosseaux persönlich ist ein 3.800 Jahre altes mesopotamisches Tontäfelchen. Darauf dokumentiert – in Keilschrift! – der Verkauf eines Gartens. Der Preis: eine Menge Silber. Ob das Silber damals wirklich physisch geflossen ist oder nur als Recheneinheit diente, lässt sich laut dem promovierten Historiker nicht belegen. Kurioses Detail: Zunächst hatte das Museum versehentlich eine Fälschung gekauft – doch der Schwindel flog auf, und heute hängt dort ein echtes Original. Neben der Tontafel zeigt das Museum auch das älteste erhaltene Papiergeld der Welt, das aus China stammt – rund 1.000 Jahre vor Christus. Schon Marco Polo berichtete davon, aber niemand wollte ihm glauben.

Steinring in Torsogröße – das seltsamste Geld der Welt

Noch faszinierender ist ein massiver Steinring, der locker so groß ist wie ein menschlicher Torso – laut Museum „ein mittelgroßes Exemplar“. Er stammt von der Pazifikinsel Yap und wurde dort nur zu besonderen Anlässen eingesetzt: beim Kauf von Land oder als Brautgeld. Klingt verrückt? Das Geldmuseum zeigt noch mehr solcher exotischen Zahlungsmittel: Kaurischnecken, Salz und Kakaobohnen – alles Dinge, die zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen Teilen der Welt als Geld dienten.

Was ist Geld eigentlich – und ist Bitcoin wirklich welches?

Diese Vielfalt wirft eine große Frage auf: Was ist Geld überhaupt? Museumsleiter Rosseaux greift zur klassischen Definition: Geld ist alles, was gleichzeitig als Tauschmittel, Recheneinheit und Wertspeicher funktioniert. Und Bitcoin? „Krypto-Assets wie der Bitcoin erfüllen diese Funktionen allenfalls unzureichend“, so Rosseaux. Zu wenig Nutzung als Tauschmittel, zu starke Preisschwankungen – kein verlässlicher Wertspeicher also.

Falschgeld erkennen, Geldpolitik verstehen – und selbst Hand anlegen

Das Museum macht Geld auch interaktiv erlebbar. An einer Station lernst du, Falschgeld zu erkennen: Echte Scheine haben raue Bereiche, unter UV-Licht leuchten bestimmte Elemente, und das Wasserzeichen muss durchsichtig sein. Wer dann noch tiefer einsteigen will, erfährt in der Abteilung „Buchgeld“, wie Banken bei der Kreditvergabe Geld buchstäblich aus dem Nichts schöpfen. Weitere Abschnitte widmen sich Geldpolitik und globalen Handelsströmen. Besonders spaßig: eine interaktive Station, bei der du hölzerne Geldattrappen so verteilen musst, dass ein Budget für verschiedene Lebensziele aufgeht. Klingt easy? Das Geld wird schneller knapp als gedacht!

Kostenlos, umfangreich und direkt an der Quelle

„Das Museum ist absichtlich übervoll“, gibt Rosseaux offen zu. Und trotzdem sind Eintritt, alle Führungen und Workshops völlig kostenlos. Kein Wunder – das Museum liegt direkt an der Bundesbank, der einzigen Schöpferin des Euros in Deutschland. Wer Frankfurts Finanzherz wirklich verstehen will, sollte hier vorbeischauen. Der Sound der Weltstadt beginnt eben nicht nur auf der Zeil – sondern auch in den Ausstellungsräumen des Geldmuseums!

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