
Frankfurts neue T-Reihe der VGF ist zurück auf den Straßenbahnlinien 16, 17 und 18 – modern, klimatisiert und barrierefrei. Alle Infos zum großen Neustart!
Gute Nachrichten für alle Pendler und ÖPNV-Fans in der Mainmetropole! Auf den Straßenbahnlinien 16, 17 und 18 rollt jetzt endlich die neue T-Reihe der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) – und die hat so einiges drauf. Topmodern, klimatisiert und barrierefrei: So klingt die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs im Main-Gebiet. Aber bis es so weit war, war es ein langer Weg.
Die Geschichte der neuen T-Wagen ist alles andere als geradlinig. Schon im Dezember 2022 wurden die neuen Bahnen erstmals vorgestellt – 14 Wagen wurden geliefert, elf gingen sogar kurz in den Linienbetrieb. Doch dann häuften sich die Probleme: Bahnen blieben im Betrieb stehen, es gab Türstörungen, und bestimmte Anforderungen wurden schlichtweg nicht erfüllt. Im November 2024 zog die VGF die Reißleine, nahm alle Wagen der neuen Serie aus dem Betrieb und gab sie an Hersteller Alstom zurück. Ab nach Barcelona – zur Überarbeitung.
Seitdem hat sich viel getan. Wagen Nummer 320 etwa absolvierte in der überarbeiteten Version bereits 16.000 Testkilometer – auch im Winter und beladen mit Gewichten. Den wohl härtesten Test bestand er im Sommer: Die Klimaanlage kühlte den Innenraum selbst bei Temperaturen weit über 30 Grad zuverlässig herunter. Kein Wunder bei einem Wagen, der aus Barcelona kommt! Die Rohbauteile stammen übrigens aus der Türkei, die Türen aus China – für seinen Einsatz in Frankfurt wurde er dann in der Zentralwerkstatt in Rödelheim fit gemacht.
Der technische Geschäftsführer der VGF, Steffen Geers, bringt es auf den Punkt: „Topmodern, klimatisiert und barrierefrei.“ Die T-Wagen sind echte Niederflurwagen mit einer Einstiegshöhe von nur 30 Zentimetern – damit ist der barrierefreie Einstieg für alle Fahrgäste kein Problem mehr. Erkennbar sind die Neuen übrigens an ihrem vorgeschobenen Kinn und den grünen LED-Streifen an den Türen – ein Look, den man so bei Frankfurter Trams bisher nicht kannte.
Zunächst sind die sogenannten T30-Wagen unterwegs – rund 30 Meter lang und damit flexibel auf allen Frankfurter Linien einsetzbar. Ihr Stückpreis wurde vor vier Jahren mit 2,5 Millionen Euro beziffert. Alle 24 bestellten T30 sind bereits gebaut und sollen ab September im Zwei-Wochen-Rhythmus geliefert werden, wie Alstom-Projektleiter Torsten Berger erklärte.
Noch mehr Kapazität verspricht die zweite Variante: die T40-Wagen. Mit einem zusätzlichen Modul gestreckt auf 40 Meter Länge, sollen sie ab Mitte 2027 geliefert werden – 34 Stück wurden bestellt. Im Einsatz kommen sie zuerst auf der Linie 11, Frankfurts längster und meist genutzter Straßenbahnlinie, deren Haltestellen bereits auf die größeren Fahrzeuge umgerüstet wurden. Bis 2028/2029 sollen dann alle Fahrzeuge angekommen und im Einsatz sein.
Mit der Rückkehr der T-Wagen können außerdem die betagten P-Wagen aus den Siebzigerjahren endgültig in Rente geschickt werden. Die wurden nach der Rückgabe der neuen Serie notgedrungen reaktiviert – doch barrierefrei sind sie mit ihren drei hohen Stufen nicht. Das war kein Zustand für eine moderne Weltstadt.
Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert von den Grünen brachte es beim Neustart treffend auf den Punkt: „Urbane Mobilität ist kein gerader Weg.“ Für ihn war der Neustart der T-Wagen übrigens der letzte offizielle Termin als Mobilitätsdezernent. Ein würdiger Abschluss – denn die neuen Bahnen sind ein echter Gewinn für alle Frankfurterinnen und Frankfurter. Der Sound der Weltstadt fährt jetzt auch auf neuen Schienen!






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