
Frankfurter Wohnungspreise 2026: Im Schnitt 5.670 Euro pro Quadratmeter – was Käufer wirklich zahlen und warum die Transaktionszahlen deutlich sinken.
Der Frankfurter Immobilienmarkt bleibt angespannt – und die Zahlen aus dem ersten Halbjahr 2026 zeigen: Die Preise für Eigentumswohnungen ziehen wieder leicht an. Laut Auswertung des Gutachterausschusses für Immobilienwerte, der alle abgeschlossenen Kaufverträge im Stadtgebiet unter die Lupe nimmt, wurden Eigentumswohnungen in Frankfurt zuletzt im Schnitt für 5.670 Euro pro Quadratmeter verkauft. Im Vorjahr waren es noch 5.630 Euro – das bedeutet also einen spürbaren, aber moderaten Anstieg.
Trotzdem: Vom Rekordhoch ist Frankfurt noch weit entfernt. Im Jahr 2021 wurden im Schnitt satte 6.570 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Wer also hofft, dass die Preise bald wieder dort ankommen, muss sich wohl noch gedulden.
Wo eine Wohnung liegt und wie alt sie ist, macht in Frankfurt einen riesigen Unterschied. Die Zahlen sprechen für sich:
Der Gutachterausschuss beobachtet außerdem einen klaren Rückgang bei den Transaktionen: Im ersten Halbjahr 2026 wurden insgesamt 1.354 Eigentumswohnungen im Stadtgebiet verkauft – das sind rund 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Käufer werden also wählerischer und schauen genauer auf das Verhältnis von Preis, Lage und Qualität.
Wer in Frankfurt ein Eigenheim kaufen möchte, hat es schwer. Im ersten Halbjahr 2026 wurden lediglich 258 Eigenheime verkauft – und kein einziger davon war ein Neubau. Der Bau von Reihenhaussiedlungen ist in Frankfurt seit Jahren politisch nicht gewollt, weshalb kaum neue Objekte auf den Markt kommen. Am häufigsten gehandelt wurden Reihenmittelhäuser der Baujahre 1950 bis 1977, mit 25 Transaktionen. Der durchschnittliche Kaufpreis lag dabei bei 479.000 Euro.
Der Gutachterausschuss rechnet vorerst nicht mit starken Preissprüngen. Einerseits treibt der anhaltende Wohnungsmangel die Preise nach oben, andererseits bremst das hohe Zinsniveau viele potenzielle Käufer aus. Dazu kommen wirtschaftliche Unsicherheit und geopolitischer Druck – das macht die Marktteilnehmer zurückhaltend.
Genau an diesem Punkt wird die Wohnungspolitik in Frankfurt zur entscheidenden Stellschraube. Wie wir in einem früheren Beitrag ausführlich beleuchtet haben, kämpft die Stadt seit Jahren mit bürokratischen Hürden, die dringend benötigte Neubauprojekte ausbremsen. Strenge Regelungen wie Milieuschutzsatzungen, langwierige Genehmigungsverfahren und politische Debatten um Stellplatz- und Freiraumsatzungen verzögern Projekte wie die Günthersburghöfe, die 1.500 neue Wohnungen bringen sollen. Solange diese Baustellen in der Stadtpolitik nicht entschlossen angegangen werden, bleibt das Angebot knapp – und die Preise unter Druck.
Die aktuellen Zahlen zeigen: Frankfurt ist und bleibt eine der teuersten Wohnungsmärkte in Deutschland. Wer kaufen möchte, zahlt – abhängig von Lage und Baujahr – immer noch tief in die Tasche. Gleichzeitig signalisieren die sinkenden Transaktionszahlen, dass viele Kaufinteressenten die Preise kritischer hinterfragen als noch vor ein paar Jahren. Ob die Politik jetzt endlich die richtigen Weichen stellt, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, bleibt abzuwarten. Eines ist klar: Frankfurt braucht mehr Wohnungen – und das schnell!






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