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Frankfurt ungeschminkt: Lars Denis Unger zeigt die Stadt, die ihr noch nicht kennt

„Frankfurt ungeschminkt“ von Lars Denis Unger zeigt die Mainmetropole hinter den Fassaden. Die Vernissage mit Lesung findet am 21. August in Hattersheim statt.

Redaktion
·
13. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 29 Minuten

Ein Blick hinter die Fassaden der Mainmetropole

Skyline, Bankentürme, internationales Flair – das kennen wir. Aber was steckt hinter den glänzenden Fassaden Frankfurts? Fotograf, Autor und Gestalter Lars Denis Unger hat genau das über mehr als vier Jahrzehnte hinweg festgehalten. Sein Bildband „Frankfurt ungeschminkt“ zeigt die Stadt, wie sie wirklich ist: rau, verletzlich, ehrlich – und trotzdem voller unerwarteter Wärme. Und jetzt kommt das Projekt als Ausstellung mit Vernissage und Lesung auch ins Main-Gebiet!

Die Vernissage: Wann und wo?

Am Freitag, 21. August, um 14 Uhr eröffnet die Vernissage zu „Frankfurt ungeschminkt“ in der Caritas-Wohnungsloseneinrichtung in Hattersheim – im Rahmen des Veranstaltungsprogramms „Kunst und Kultur am Autoberg“. Einrichtungsleiterin Laura Henke und Initiator Klaus Störch freuen sich, diese beeindruckende Bilderschau präsentieren zu können. Als prominenter Gast hat sich bereits Johannes Winter, Director Global Corporate Communications bei Leica Wetzlar, angekündigt.

Die Ausstellung ist anschließend bis zum 11. September zu sehen. Die Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9 bis 15 Uhr, dienstags von 9 bis 12.30 Uhr.

Frankfurt zwischen Skyline und Straße

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Gegensätze. Zwischen Skyline, Gallus und Bahnhofsviertel liegen oft nur wenige Straßen – und doch vollkommen unterschiedliche Lebenswelten. Genau diese Spannung macht Lars Denis Unger sichtbar. Seine Fotografien führen in Hinterhöfe, Übergangszonen und auf die Straßen der Stadt. Im Mittelpunkt stehen Menschen: wohnungslose Menschen, Geflüchtete, Sexarbeiterinnen, Streetworker, Sicherheitskräfte, Anwohnerinnen und Anwohner sowie Clubbetreiber.

Dabei bleibt Ungers Haltung konsequent respektvoll. Menschen werden nicht als Motive benutzt, nicht zur Schau gestellt. Sie werden als Persönlichkeiten mit Würde, Individualität und einer eigenen Geschichte sichtbar gemacht. Seine Fotografien bewegen sich zwischen Street Photography, dokumentarischer Reportage und persönlicher Erinnerungsarbeit.

Autobiografisch und tief emotional

Was „Frankfurt ungeschminkt“ von anderen Stadtporträts unterscheidet: Unger kennt die beschriebenen Lebenswelten nicht nur von außen. Er ist selbst im Frankfurter Gallus aufgewachsen. Persönliche Erinnerungen aus Kindheit und Jugend fließen direkt in das Buch ein – manche schmerzhaft, andere leise, zärtlich oder von unerwartetem Humor geprägt.

Diese autobiografische Ebene verleiht dem Werk eine emotionale Tiefe, die bei den Lesungen besonders spürbar wird. Viele Besucherinnen und Besucher berichten, dass sich ihr Blick auf das Bahnhofsviertel und auf Frankfurt insgesamt nach der Veranstaltung verändert habe. Es wird gelacht, geschwiegen – und bisweilen geweint.

Breite Resonanz in Medien und Öffentlichkeit

Seit seiner Veröffentlichung am 31. Oktober 2025 im Einzelkind Verlag hat „Frankfurt ungeschminkt“ eine bemerkenswerte Resonanz erfahren. Das hr-Magazin „maintower“ widmete dem Projekt einen eigenen Beitrag. Im Februar 2026 war Unger außerdem ausführlich als Studiogast bei „hallo hessen“ zu sehen. Auch die Frankfurter Rundschau, JOURNAL FRANKFURT und die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichteten über das Projekt.

Stationen der Ausstellungstour führten unter anderem zu Leica nach Wetzlar, nach Heidelberg und Nürnberg. Gerade die unterschiedlichen Präsentationsorte – vom Kulturhaus bis zur sozialen Einrichtung – zeigen, wie breit das Werk in der Gesellschaft ankommt.

Jetzt reinhören – und hingehen!

„Frankfurt ungeschminkt“ ist kein klassisches Frankfurt-Buch. Es ist eine Einladung, wirklich hinzuschauen. An den Sound der Weltstadt, der auch rauer, ehrlicher und menschlicher klingen kann als Bankentürme und Messeglanz vermuten lassen. Wenn ihr am 21. August in der Nähe von Hattersheim seid: Geht hin. Es lohnt sich – versprochen!

Der 164 Seiten starke Hardcover-Band verbindet dokumentarische Fotografie, gesellschaftliche Beobachtung und persönliche Reflexion. Ein Werk, das nachwirkt.

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