
Flughafen Frankfurt landet im Negativ-Ranking: 3,4 Millionen Passagiere waren im ersten Halbjahr 2026 betroffen.
Ob Verspätung, Ausfall oder Stress am Gate – für viele Frankfurterinnen und Frankfurter gehört das leider zum Reisealltag. Neue Zahlen des Travel-Tech-Unternehmens AirHelp zeigen jetzt schwarz auf weiß, wie schlimm die Lage wirklich ist. Der Flughafen Frankfurt landet im deutschlandweiten Vergleich auf dem zweiten Platz im Negativ-Ranking – und das trifft richtig viele Menschen.
Im ersten Halbjahr 2026 waren weltweit mehr als 534 Millionen Passagiere von Verspätungen oder Flugausfällen betroffen. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, als es noch 473,5 Millionen waren. Für Frankfurt bedeutet das konkret: 21,3 Prozent aller Fluggäste – rund 3,4 Millionen Menschen – hatten im ersten Halbjahr 2026 Probleme mit ihrem Flug.
Den unrühmlichen ersten Platz unter den deutschen Airports belegt Hamburg mit einer Störungsquote von 22,5 Prozent und rund 733.000 betroffenen Reisenden. Frankfurt folgt direkt dahinter auf Platz 2. Dortmund landet auf Rang 3 mit 19,7 Prozent. München und Köln teilen sich mit je 19,2 Prozent den vierten Platz. Am pünktlichsten in Deutschland waren laut der Studie Memmingen (16,6 Prozent), Karlsruhe/Baden-Baden (17,3 Prozent) und Nürnberg (18,5 Prozent).
Schaut man auf die Länder-Ebene, teilt sich Deutschland mit einer Quote von 21 Prozent den 18. Platz mit Malta und der Dominikanischen Republik – das entspricht rund 10,8 Millionen betroffenen Reisenden. Die absolute Negativ-Spitze belegt Griechenland mit 26,6 Prozent (rund 3,9 Millionen Menschen), gefolgt von Portugal mit 25,6 Prozent (4,1 Millionen Betroffene) und Zypern mit 24,9 Prozent.
Auf der anderen Seite des Rankings sieht es deutlich besser aus: Sieben der zehn pünktlichsten Länder weltweit liegen in Süd- und Mittelamerika. Panama führt mit einer Störungsquote von gerade mal 8,9 Prozent. Innerhalb Europas ist die Slowakei das pünktlichste Land mit rund 14 Prozent.
Nina Staub, Fluggastrechtsexpertin bei AirHelp, macht deutlich, was das für Reisende bedeutet: Im ersten Halbjahr 2026 waren allein in der EU mehr als 4,6 Millionen Passagiere entschädigungsberechtigt. Wer Ansprüche hat, sollte sie also kennen – und zügig handeln. Denn ab 2027 gelten in der EU neue Regelungen: Ansprüche können dann nur noch innerhalb von neun Monaten ab Abflugsdatum geltend gemacht werden. Also: Nicht warten, jetzt prüfen!
Das Flugchaos ist nicht die einzige Aufregung rund um Frankfurt in diesen Wochen. Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, sorgt das neue Kunstwerk über der Konstablerwache für heiße Diskussionen in der Stadt. Die Netzskulptur „A Sky Full of Hope – Earthtime 1.78 Frankfurt“ von Janet Echelmann – zwei Millionen Euro teuer und offiziell am 11. August 2026 eröffnet – trifft genau wie das Flugchaos einen Nerv bei den Frankfurterinnen und Frankfurtern. Die Stadt bewegt sich eben – in der Luft wie am Boden.
Für alle, die in nächster Zeit vom Rhein-Main-Airport abheben: Checkt eure Rechte, plant etwas Puffer ein – und hört dabei am besten Radio Frankfurt. Der Sound der Weltstadt begleitet euch!






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