
Eine Krähe hat sich im Kunstwerk „A Sky Full Of Hope“ an der Konstablerwache verfangen – die Feuerwehr musste mit Drehleiter ausrücken. Alle Infos zum Vorfall.
Frankfurt hat mal wieder ein Thema, das die Stadt bewegt – und diesmal hängt es buchstäblich in der Luft! Das neue Kunstwerk „A Sky Full Of Hope“ an der Konstablerwache sorgt seit seiner Eröffnung für heiße Diskussionen. Erst war es das Geld, jetzt ist es die Tiersicherheit: Am Dienstagmorgen hat sich eine Krähe in der Netz-Skulptur verfangen – und die Feuerwehr musste ran!
Laut Feuerwehr verfing sich der Vogel in der aufwendigen Netzkonstruktion, die seit kurzem über der Konstablerwache schwebt. Mit einer Drehleiter befreiten die Einsatzkräfte die Krähe aus ihrer misslichen Lage. Anschließend wurde das Tier in eine Tierklinik gebracht. Ein Einsatz, den wohl niemand bei der Planung des Kunstwerks auf dem Zettel hatte.
Ausgerechnet einen Tag vor dem Vorfall hatte sich Künstlerin Janet Echelman noch zu Wort gemeldet. In einem Instagram-Post schrieb sie, dass bei ähnlichen Installationen – etwa in Dubai, Madrid, Mailand und Wien – bisher noch kein Vogel verletzt worden sei. Sie betonte, die verwendeten Netze seien aus dickerem Seil gefertigt als solche, die gezielt zum Vogelfang eingesetzt werden. Außerdem seien die Öffnungen der Maschen größer. Ein Unternehmen für Biotechnik bestätigte laut dem Beitrag zudem, dass Form und Struktur der Werke an natürlich vorkommende Ranken oder Dickichte erinnerten – und damit kein ungewöhnliches Risiko darstellten. Die Realität holte diese Einschätzung jedoch schnell ein.
Das Kunstwerk selbst ist nicht unumstritten. Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) erklärte, die 2,3 Millionen Euro für „A Sky Full Of Hope“ stammten aus dem Budget des Stadtmarketings und seien gewissermaßen übrig gewesen – an anderer Stelle sei nicht gespart worden. Die Stadt sieht das Werk als „Angebot, die Stadt schöner zu machen“. Drei Jahre lang soll die Installation an der Konstablerwache hängen bleiben, allerdings wird sie zwischen November und Februar jeweils aus Sicherheitsgründen demontiert.
Dass Frankfurts Tierwelt gerade in den Schlagzeilen ist, ist kein Zufall. Bereits in den vergangenen Wochen berichteten wir über ein anderes besorgniserregendes Thema: In einem früheren Beitrag berichteten wir, wie das Grünflächenamt wegen toter Wasservögel am Ostparkweiher und am Höchster Stadtparkweiher Alarm schlug – und vor dem Baden sowie dem Kontakt mit den Gewässern warnte. Ob Botulismus oder Netz-Skulptur: Frankfurts Vögel haben es dieser Tage nicht leicht.
Wie es der Krähe nach dem Klinikaufenthalt geht, ist bislang nicht bekannt. Und ob der Vorfall Konsequenzen für das Kunstwerk hat, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die Debatte rund um „A Sky Full Of Hope“ ist mit dem Feuerwehreinsatz in eine neue Runde gegangen. Frankfurt bleibt am Puls – und wir halten euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören und keine News verpassen!






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