Hessen droht Extremwetter: Nach dem tödlichen Hitzesommer warnt ein Super-El-Niño vor einem wilden Winter. Was das für Frankfurt und die Region bedeutet.
Frankfurt, wir müssen reden. Der Sommer hatte uns alle im Griff – wochenlange Hitze, kaum Regen, und das mit verheerenden Folgen. Laut neuen Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind in Hessen rund 2.190 Menschen wegen der extremen Hitze gestorben. Das sind keine abstrakten Zahlen – das sind unsere Nachbarn, unsere Familien, unsere Community. Und jetzt kommt die nächste Warnung: Experten blicken bereits auf den Herbst und Winter – und die sehen alles andere als entspannt aus.
Meteorologe Dominik Jung beschreibt ihn als einen echten „Wetter-Giganten“: El Niño, die gewaltige Warmwasser-Welle im tropischen Pazifik, ist derzeit so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und das könnte uns direkt betreffen. Jung warnt eindringlich: „Statt trocken und ruhig könnte es plötzlich wild, nass und extrem ungemütlich werden. Vergessen Sie das Bild vom stillen, weißen Winter – dieses Jahr könnte alles anders kommen.“
Klingt dramatisch? Ist es vielleicht auch. Klar ist: Es gibt noch jede Menge Unsicherheiten, wie sich der tausende Kilometer entfernte Super-El-Niño auf unser Wetter hier im Main-Gebiet auswirkt. Aber die Zeichen häufen sich.
Auch beim Deutschen Wetterdienst (DWD) macht man sich Gedanken. Dort brachte man zuletzt die Möglichkeit eines besonders kalten Winters ins Spiel. Bei vergangenen El-Niño-Ereignissen sei „häufiger eine negative Phase der Nordatlantischen Oszillation“ aufgetreten – und genau diese könne die Voraussetzungen für Kaltlufteinbrüche nach Europa begünstigen. Also: Von Sturm und Starkregen bis hin zu Kältewellen ist offenbar alles drin. Der Herbst und Winter 2026/27 könnten uns noch einiges abverlangen.
Während der nächste Winter noch vor uns liegt, zieht das hessische Gesundheitsministerium bereits Konsequenzen aus dem vergangenen Sommer. Die klare Botschaft: „Die zahlreichen Hitzetage und insbesondere die tropischen Nächte haben deutlich gemacht, dass Hitzeschutz weiter gestärkt und stärker berücksichtigt werden muss.“ Der Blick richtet sich dabei besonders auf ältere Menschen, die besonders gefährdet sind.
Das Deutsche Rote Kreuz geht noch weiter: Der Schutz gefährdeter Menschen und der Einsatzkräfte müsse „als dauerhafte Aufgabe verstanden werden, auf die sich Gesundheitswesen, Pflege, Rettungsdienst, Kindertagesbetreuung, Politik und Kostenträger gemeinsam vorbereiten müssen.“ Kurz gesagt: Extremwetter ist kein einmaliges Ereignis mehr – es ist unsere neue Realität, auf die wir uns gemeinsam einstellen müssen.
Bevor der große Super-El-Niño-Winter kommt, erstmal der Blick auf die nächsten Tage: Die neue Woche startet wechselhaft. Am Montag gibt es zeitweise Schauer und Gewitter, ab Dienstag lassen die Niederschläge nach – und es wird sonniger bei bis zu 25 Grad. Also noch mal kurz durchatmen, bevor es rauer wird!
Bleibt dran, Frankfurt – wir halten euch auf dem Laufenden. Das beste Programm im Main-Gebiet informiert euch weiter über alles, was in eurer Region passiert. Jetzt reinhören!






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