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Europäische Schule Frankfurt: Bundesbank-Areal in Ginnheim wird zum neuen Schulstandort

Die Bundesbank verlässt Ginnheim – das Areal soll die Europäische Schule Frankfurt retten, die seit Jahren unter Raumnot leidet. Alle Infos zur Entwicklung.

Redaktion
·
19. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 58 Minuten

Große Neuigkeit für Frankfurts Bildungslandschaft

Frankfurt wächst – und damit auch der Bedarf an Schulplätzen. Jetzt gibt es eine echte Wendung: Die Deutsche Bundesbank verlässt ihren traditionsreichen Hauptsitz in Ginnheim, und das Areal soll künftig der Europäischen Schule Frankfurt zugutekommen. Eine Entwicklung, die für viele Familien in der Stadt enorm wichtig ist!

Bundesbank startet Suche nach neuer Zentrale

Die Deutsche Bundesbank hat ein europaweites Vergabeverfahren gestartet, um eine neue Zentrale im Frankfurter Stadtgebiet zu finden. Gesucht wird eine schlüsselfertige Immobilie mit Grundstück – ob Neubau oder kernsaniertes Bestandsgebäude. Der Zuschlag soll bis Ende 2027 erteilt werden.

Stephan Bredt, Chief Operating Officer der Bundesbank, erklärt die Anforderungen klar: „Die Zuschlagskriterien umfassen unter anderem Preis, Gebäudequalität, Projektabwicklung und Abnahmetermin. Auch eine gute Lage und eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sind für uns relevant.“ Geplant sind rund 2.500 Arbeitsplätze sowie rund 15.000 Quadratmeter Nutzfläche für Sonder- und Funktionsbereiche.

Kehrtwende nach ursprünglichen Campus-Plänen

Noch vor wenigen Jahren hatte die Bundesbank ganz andere Pläne: Der Hauptsitz an der Wilhelm-Epstein-Straße in Ginnheim sollte zu einem großen Campus ausgebaut werden. Erste Arbeiten hatten bereits begonnen, viele Beschäftigte waren in angemietete Gebäude in der Innenstadt gezogen. Doch im März 2026 kam die Kehrtwende.

Der Grund: Die Rahmenbedingungen hatten sich grundlegend verändert. Gestiegene Baukosten, neue Arbeitsplatzkonzepte durch mobiles Arbeiten und veränderte Flächenbedarfe machten den ursprünglichen Plan unwirtschaftlich. Statt eines neuen Campus in Ginnheim setzt die Bundesbank nun auf eine kompaktere Zentrale an einem anderen Standort in Frankfurt.

Europäische Schule: Endlich mehr Platz?

Für die Europäische Schule Frankfurt könnte das der lang ersehnte Durchbruch sein. Der bisherige Standort in der Nordweststadt war ursprünglich für rund 900 Schülerinnen und Schüler ausgelegt – inzwischen werden dort deutlich mehr Kinder unterrichtet, ein Teil des Unterrichts findet sogar in Containern statt. Die Suche nach einem neuen Standort beschäftigt die Stadt seit Jahren. Zeitweise war der Festplatz am Ratsweg im Gespräch, was auf erheblichen Widerstand stieß.

Das Bundesbank-Areal in Ginnheim bietet nun eine echte Alternative. Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) bezeichnete das Gelände zuletzt als „sehr große Chance“. Das Grundstück biete ausreichend Platz für die Schule und mögliche spätere Erweiterungen – und es müssten keine bestehenden Nutzungen verdrängt werden. Ein weiterer Pluspunkt: Das Gelände ist planungsrechtlich bereits so ausgewiesen, dass kein neuer Bebauungsplan nötig ist. Stadt und Bundesbank bereiten derzeit Wertgutachten vor, die Grundlage für konkrete Kaufpreisverhandlungen werden sollen.

Frankfurt investiert in seine Schulen

Diese Entwicklung zeigt: Frankfurt nimmt Bildung ernst – und das nicht nur bei internationalen Schulen. Wer sich für das Thema Sport und Schule in Frankfurt interessiert, findet in unserem früheren Beitrag zur Carl-von-Weinberg-Schule spannende Einblicke: Dort werden Frankfurts junge Sportasse mit bis zu zwölfmal Training pro Woche gefördert – ein Konzept, das Disziplin, Leistungswillen und schulischen Erfolg vereint. Europäische und Weltmeister haben dort ihre ersten Schritte gemacht.

Auch die Europäische Schule steht für eine besondere pädagogische Idee – nämlich internationale Bildung mitten in Frankfurt. Mit einem neuen, großzügigen Standort in Ginnheim könnte sie endlich den Raum bekommen, den sie längst verdient hat.

Was kommt als Nächstes?

Die nächsten Monate werden entscheidend: Während die Bundesbank ihr europaweites Vergabeverfahren durchläuft und bis Ende 2027 einen Zuschlag erteilen will, laufen parallel die Verhandlungen zwischen Stadt und Bundesbank über den Kauf des Ginnheimer Areals. Beide Prozesse sind eng miteinander verknüpft. Frankfurt bleibt in Bewegung – bleibt dran, wir halten euch auf dem Laufenden!

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