
Björn Krupp verstärkt die Frankfurter Löwen in der Defensive – 693 DEL-Spiele Erfahrung, Führungsstärke und klare Ansage: Er will ein Stein in der Abwehr sein.
Frankfurt, aufgepasst! Die Löwen haben sich für die neue DEL-Saison ordentlich verstärkt – und einer ihrer spannendsten Neuzugänge ist Björn Krupp. Der 35-jährige Verteidiger bringt 693 DEL-Spiele Erfahrung mit, kennt keinen Kompromiss und hat eine klare Mission: In der Defensive ein echter Stein zu sein. Genau so einer hat den Löwen in der vergangenen, enttäuschenden Saison gefehlt!
Den Sommer hat Björn Krupp richtig genutzt: Im Wolfsburger Schloss heiratete er seine Freundin Kira – gefeiert wurde danach in Berlin, weil viele Gäste aus dem Ausland leichter dorthin fanden. Zehn Jahre hatte er zuvor für die Wolfsburg Grizzlys in der DEL gespielt, zweimal fünf, unterbrochen von Spieljahren bei den Adlern Mannheim. Jetzt schlägt sein Herz für Frankfurt – und das erste Spiel als Frankfurter Löwe? Natürlich gegen Wolfsburg, seinen Ex-Klub. Beim Gäubodencup in Straubing trifft er am Freitag ab 14:30 Uhr auf alte Bekannte.
Eine besondere Pointe – aber kein Problem für Krupp: „Ich habe schon so viele ähnliche Spiele erlebt, gegen meinen Vater als Trainer zum Beispiel. Am Ende ist es Business: Wir verstehen uns nach dem Spiel natürlich gut, während des Spiels aber wird hart gespielt“, sagt der Olympiasilbergewinner von 2018 im Vereins-Podcast „Löwengebrüll“. Und sein Fazit? Kurz und knackig: „Ich bin Frankfurter, da gibt es keine Ausreden.“
Sportdirektor Jan Barta ist begeistert von seinem Neuzugang – und das aus gutem Grund. Krupp räumt vor dem Tor ab, geht keinem Kampf aus dem Weg und hat Führungsqualitäten, die eine Kabine zusammenhalten. „Er gibt uns Stabilität in der Verteidigung und hat Einfluss in der Kabine“, erklärt Barta. „Er ist topfit gekommen. Arbeitsweise und Einstellung – mehr geht nicht.“
Krupp selbst beschreibt seine Stärken so: ein unangenehmer Spieler für den Gegner zu sein, den eigenen Torwart zu beschützen, einen guten ersten Pass zu spielen – und das alles ohne Hexenwerk. „Ich versuche, in der Defensive ein Stein zu sein“, bringt er es auf den Punkt. Diese Mentalität hat ihm sein Vater mitgegeben: Uwe Krupp, Stanley-Cup-Sieger und langjähriger Bundestrainer.
Die vergangene Spielzeit war für die Löwen eine harte Lektion. Die Mannschaft landete auf dem vorletzten Platz, fand erst nach dem Trainerwechsel von Tom Rowe zu Tom Pokel in die Spur. Auch die Vorbereitung lief voriges Jahr nicht rund – zu wenig Ernsthaftigkeit, schwache Leistungen, schlechte Ergebnisse.
Dieses Jahr soll alles anders werden. Barta und Pokel haben gemeinsam entschieden: mehr Training, weniger Testspiele, dafür nur fünf Tests – ausschließlich gegen DEL-Gegner, mit voller Konzentration. „Nach gut zwei Wochen Training lechzen die Spieler nach so einem Spiel“, berichtet Barta. Der Spannungsbogen wurde bewusst aufgebaut. Einziger Wermutstropfen: Stürmer Dominik Uher fehlt verletzt wohl für alle weiteren Vorbereitungsspiele.
Als die Anfrage aus Frankfurt kam, war Krupp schnell überzeugt. Trainer Tom Pokel, die Mannschaft mit ihrem Potenzial, und die Stadt selbst haben ihn begeistert. „Frankfurt an sich, als Stadt, als Sportstadt, die Fankultur, die hier ist, da kann was richtig Geiles draus werden“, sagt Krupp. Er fühlt sich geehrt, Teil eines Kultvereins zu sein – und will das mit Leistung auf dem Eis zeigen. Kein Hexenwerk, dafür maximaler Einsatz. Das ist der Krupp-Weg.
Ihr wollt wissen, wie die Löwen diese Saison performen? Dann bleibt dran – wir halten euch auf dem Laufenden! Jetzt reinhören bei Radio Frankfurt – dem besten Programm im Main-Gebiet!






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