
Das Museum für Kommunikation Frankfurt zeigt bis 31. Dezember Design-Ikonen der Mediengeschichte – vom ersten iPhone bis zum Schneewittchensarg von Dieter Rams.
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr ein Objekt seht und sofort wisst: Das ist ein Klassiker? Genau darum geht’s gerade im Frankfurter Museum für Kommunikation! Bis zum 31. Dezember zeigt das Museum sein Projekt „Design für Kommunikation – Ikonen der Mediengeschichte“ – und das ist eine echte Reise durch die Geschichte des Kommunikationsdesigns. Der Sound der Weltstadt trifft hier auf visuelle Zeitgeschichte!
Die Ausstellung ist ein absolutes Muss für alle, die Frankfurt und Design lieben. Zwei Highlights stechen dabei besonders heraus: Zum einen das erste iPhone, das Steve Jobs 2007 auf den Markt brachte und die Welt der Kommunikation für immer veränderte. Zum anderen der sogenannte „Schneewittchensarg“ – eine Kombination aus Radio und Plattenspieler aus den 50er-Jahren, auch bekannt als Phonosuper SK 5, entworfen vom legendären Designer Dieter Rams. Der Name klingt märchenhaft, das Gerät ist Design-Geschichte pur.
Kuratorin Corinna Engel bringt es auf den Punkt: „Kommunikation steht und fällt mit dem Design.“ Ihr Ziel ist klar: zeigen, dass Design kein nettes Beiwerk ist, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Kommunikations- und Mediengeschichte. Und das gelingt der Ausstellung auf ganzer Linie.
Nicht jedes innovative Design setzt sich durch – das zeigt das Beispiel des Ericofon, auch „Kobra“ genannt. Das geschwungene Einteil-Telefon mit integrierter Wahlscheibe war in den 50er-Jahren seiner Zeit weit voraus, scheiterte aber an Unhandlichkeit und zu hohen Produktionskosten. Heute ist es ein begehrtes Sammlerstück, damals war es schlicht kein Massenprodukt.
Engel erklärt, was ein Design wirklich zur Ikone macht: „Ein gutes Design sollte den Gegenstand selbsterklärend machen, dem ästhetischen Anspruch der Zeit gerecht werden und ein faires Preis-Design-Verhältnis bieten.“ Alles muss stimmen – erst dann wird aus einem technischen Gerät ein Massenmedium und schließlich eine kulturelle Ikone.
Das Beste: Die Ausstellung ist nicht nur zum Anschauen! Im Eingangsbereich des Museums gibt es eine Pop-up-Station, über der gelbe Ausrufezeichen von der Decke baumeln und auf die Designobjekte aufmerksam machen. Mit speziellen „Kommunikationsdeckeln“ – entwickelt von den Gestalterinnen Susanne Saenger und Mona Breede – könnt ihr die Ausstellung spielerisch erkunden. Auf die Deckel sind charakteristische Elemente der Designikonen gedruckt, die ihr den einzelnen Stationen zuordnen könnt. Und das Schönste: Die Untersetzer dürft ihr nach dem Besuch einfach kostenlos mit nach Hause nehmen!
Das Projekt beteiligt sich übrigens an der aktuellen „World Design Capital Frankfurt Rhein-Main“ (WDC) – Frankfurt zeigt damit einmal mehr, dass diese Stadt mehr als Finanzmetropole ist. Hier lebt Kultur, hier lebt Design.
Das Museum für Kommunikation Frankfurt lädt euch ein, Design neu zu entdecken – interaktiv, spannend und für Groß und Klein. Die Ausstellung läuft noch bis zum 31. Dezember. Also: Jetzt reinhören, kurz die Schuhe schnüren und ab ins Museum! Frankfurt hat wieder mal bewiesen: Das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s nicht nur im Radio.



„A Sky Full of Hope



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