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Eintracht-Abwehr am Limit: Warum das System nur die halbe Wahrheit ist

Eintrachts Abwehrkrise geht weiter: 16 Gegentore, Systemwechsel ohne Wirkung und Kapitän Koch unter Druck.

Redaktion
·
15. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Woche

Frankfurt sucht Antworten nach dem Leipzig-Debakel

Nach dem 0:6-Debakel bei RB Leipzig reißt die Diskussion um Eintracht Frankfurts Defensive nicht ab. Fünf Spieltage, 16 Gegentore – nur Union Berlin und Borussia Mönchengladbach kassierten in dieser Bundesliga-Saison noch mehr. Das beste Programm im Main-Gebiet schaut genau hin: Woran liegt’s wirklich bei der Eintracht? Wie die HNA berichtet, ist die Antwort komplizierter als nur eine Formationsfrage.

Dreierkette, Viererkette – egal, das Problem sitzt tiefer

Trainer Adi Hütter experimentierte in dieser Saison bereits mit mehreren Systemen. Gegen Mainz brachte die Umstellung auf eine 3-4-2-1-Formation den bislang stabilsten Auftritt und einen 3:1-Sieg. Doch gegen Freiburg kehrte er zur 4-2-2-2-Formation zurück und kassierte erneut zwei Gegentore. In der Viererkette fielen laut HNA vor der Länderspielpause neun von zehn Gegentoren. Das klingt nach einem klaren Fingerzeig – doch beim 0:6 in Leipzig wechselte Hütter sogar während der Partie von der Dreier- zur Viererkette, ohne dass sich etwas besserte. Torhüter Noah Atubolu brachte es laut ad-hoc-news.de auf den Punkt: Zeitweise habe es sich angefühlt, als spiele Frankfurt mit zwei Mann weniger.

Genau das zeigt: Das System allein erklärt die Krise nicht. Entscheidend ist, wie die Mannschaft nach Ballverlusten absichert, Gegenspieler übernimmt und gegenseitige Fehler auffängt. Schon beim ersten Leipziger Gegentor verloren die Frankfurter nach einem Ballgewinn in aussichtsreicher Position die Kugel und ließen einen blitzschnellen Konter zu. Beim zweiten Treffer waren sich zwei Abwehrspieler offenbar nicht einig, wer übernehmen sollte – die Lücke war sofort da. Solche Abstimmungsfehler sind Trainingssache, keine Formationsfrage.

Doppelschläge und Ligahöchstwert als Alarmsignal

Ein Muster zieht sich durch die gesamte Saison: Gegen Union, Augsburg und Freiburg verspielte die Eintracht jeweils eine Pausenführung. Vier Gegentreffer in den ersten 15 Minuten nach Wiederanpfiff bedeuten laut HNA den Ligahöchstwert. Die Mannschaft von Hütter war damit in fast jeder Spielphase anfällig für einen Rückschlag – und gegen Augsburg sowie in Leipzig fand sie danach keine Antwort mehr. Ein Gegentorschnitt von 3,2 pro Spiel ist alarmierend für ein Team mit Frankfurts Ansprüchen.

Koch musste vom Platz, Hütter setzt ein Zeichen

Wie bereits in einem früheren Beitrag berichtet, nahm Hütter Kapitän Robin Koch zur Halbzeit vom Platz. Nach Angaben von ad-hoc-news.de begründete der Trainer den Schritt damit, ein Zeichen setzen und den Abwehrchef von seiner Aufgabe erlösen zu wollen. Hütter bezeichnete die Defensivleistung als nicht bundesligatauglich und erinnerte daran, dass die Eintracht bereits in der Vorsaison 65 Gegentore kassiert hatte – das Problem wiederhole sich nun. Er sieht vor allem mentale Arbeit als notwendig an: Leidenschaft und Gier müssten zurückkommen, die Mannschaft wolle er in den kommenden Tagen als Trainer an die Hand nehmen.

Umbruch in der Abwehr erhöht den Druck

Der Sound der Weltstadt kennt auch die Hintergründe: Im Sommer verkaufte die Eintracht mit Nathaniel Brown, Rasmus Kristensen und Aurèle Amenda gleich drei Defensivspieler, die zuvor für Stabilität sorgen sollten. Hütter räumte nach dem 0:6 ein, dass es für die Leistung kaum Argumente gebe, betonte aber weiterhin seinen Glauben an die Mannschaft. Stürmer Jonathan Burkardt nahm nach der Partie die Führungsspieler und sich selbst in die Verantwortung – für ihn sei die Lage keine System- oder Personalfrage, sondern eine Frage der Einstellung.

Jetzt zählt das Spiel gegen Köln

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht: Bereits am Freitag (20.30 Uhr) empfängt die Eintracht den 1. FC Köln – zu Hause, wo sie in dieser Saison noch nicht gewonnen hat. Die Videoanalysen der vergangenen Tage legten laut HNA den Fokus auf Zweikämpfe und defensive Abstimmung. Ob Dreier- oder Viererkette: Frankfurt muss vor allem wieder lernen, gemeinsam zu verteidigen. DANKE AN 344.000 HÖRER, die mit uns auf die Entwicklung bei der Eintracht schauen – Jetzt reinhören und am Ball bleiben!

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