
Die Dürre im Rhein-Main-Gebiet verschärft sich: Am Freitag drohen bis zu 38 Grad, Waldbrandgefahr auf höchstem Niveau – Regen kommt erst am Wochenende.
Die Lage spitzt sich zu: Die Böden im Rhein-Main-Gebiet und in ganz Hessen sind so trocken wie selten zuvor – und die nächsten Tage bringen keine Erleichterung. Im Gegenteil: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit Sitz in Offenbach warnt vor steigenden Temperaturen bis hin zu 38 Grad am Freitag. Regen? Fehlanzeige. Wie wir in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, kämpft die Region schon länger mit anhaltender Hitze und ausbleibenden Niederschlägen – doch die neuen Entwicklungen zeigen: Es wird noch extremer.
Der DWD macht die Zahlen deutlich: Seit März fallen die Niederschlagsmengen in Hessen deutlich unter dem Durchschnitt. Besonders betroffen ist das Gebiet von der Pfalz und Rheinhessen bis nach Unterfranken – und damit auch das Rhein-Main-Gebiet und Südhessen. Die Böden seien laut DWD „derzeit ungewöhnlich stark ausgetrocknet“. Seit dem Jahr 1882 gab es nur zwei Zeiträume von Anfang November bis Ende Juli, die noch trockener ausfielen. Das ist eine historische Dimension, die niemanden kalt lassen sollte.
Wiesen und Rasen gehen unter der Sonneneinstrahlung ein, Waldgebiete stehen in Flammen. Die Brandgefahr in Hessen ist bereits jetzt enorm – und sie wird in den kommenden Tagen noch weiter steigen.
So sieht die Wettervorschau des DWD für Hessen aus:
Erst in der Nacht zum Samstag deutet sich eine leichte Abkühlung an: Der Himmel bewölkt sich zunehmend, und im Nordwesten Hessens sind gegen Ende der Nacht vereinzelte Schauer und Gewitter möglich. Laut der 10-Tage-Vorschau des DWD (bezogen auf die Wetterstation Wiesbaden) sind erst ab Samstagnachmittag Niederschläge zu erwarten – diese dürften aber nicht besonders üppig ausfallen.
Die Trockenheit hat direkte Folgen für die Brandgefahr. Der Graslandfeuerindex erreicht für ganz Hessen bereits am Donnerstag Warnstufe 4 von 5. Am Freitag färbt sich der Waldbrandgefahrenindex für ganz Hessen vollständig rot – in Teilen von Südhessen und Rhein-Main wird sogar die höchste Warnstufe 5 erreicht. Wälder brennen bereits, etwa im Rheingau-Taunus und im Main-Kinzig-Kreis. Die Situation ist ernst.
Die anhaltende Dürre trifft nicht nur Natur und Landwirtschaft. Auch niedrige Wasserstände belasten die Schifffahrt bundesweit, und die allgemeine Hitzebelastung steigt täglich weiter an. Bleibt hydratisiert, meidet die pralle Mittagssonne und schützt euch und eure Liebsten in den nächsten Tagen besonders gut. Wer in der Natur unterwegs ist: Äußerste Vorsicht vor offenen Flammen – die Brandgefahr ist aktuell extrem hoch.
Wir halten euch auf dem Laufenden – mit dem besten Programm im Main-Gebiet, rund um die Uhr. Jetzt reinhören!






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