
Am Flughafen Frankfurt fiel der Bundespolizei ein verdächtiges Pärchen auf – die Kontrolle förderte Schreckschusspistole und Betäubungsmittel zutage.
Am Fernbahnhof des Flughafens Frankfurt ist der Bundespolizei am Donnerstag, 17. September, ein Pärchen ins Auge gefallen. Wie die Main-Post berichtet, wollten sich die beiden mit schnellen Schritten aus dem Gebäude entfernen, als sie die Beamten erblickten. Genau dieses Verhalten sorgte dafür, dass die Streife die beiden kontrollierte – und das sollte sich lohnen.
Der 29-jährige Mann protestierte laut Angaben der Bundespolizei lautstark gegen die Kontrolle. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass er der Polizei bereits bekannt war. Das war der Grund für die Beamten, auch sein Gepäck genauer unter die Lupe zu nehmen. Dagegen setzte sich der Mann massiv zur Wehr, weshalb es zur Mitnahme auf die Dienststelle kam.
Erst dort, bei der Durchsuchung der Reisetasche, machten die Beamten den eigentlichen Fund: eine Schreckschusspistole mit vier Schuss sowie Betäubungsmittel. Der Main-Post zufolge geht die Bundespolizei nun in einer Pressemitteilung von einem klaren Fall aus – für den 29-Jährigen hat der Vorfall gleich mehrfach rechtliche Folgen.
Den Mann erwartet laut Pressemitteilung der Bundespolizei nun ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz. Nach Paragraf 29 des Betäubungsmittelgesetzes drohen bei unerlaubtem Handel oder Besitz von Betäubungsmitteln Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren oder Geldstrafen. Für das Führen einer Schreckschusswaffe in der Öffentlichkeit ist zudem ein kleiner Waffenschein nach Paragraf 10 des Waffengesetzes Pflicht – fehlt dieser, handelt es sich laut Paragraf 52 des Waffengesetzes um eine Straftat, die mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden kann.
Der Flughafen Frankfurt ist das wichtigste Drehkreuz für den internationalen Flugverkehr in Deutschland. Laut Betreibergesellschaft Fraport werden von hier aus 299 Flugziele in 96 Ländern angeflogen, 2025 nutzten 63,2 Millionen Fluggäste den Airport. Nach Angaben der Bundespolizei sind täglich rund 163.000 Fluggäste und etwa 80.000 Bahnreisende am Flughafen unterwegs. Entsprechend gehören Kontrollen und Einsätze für Polizei und Zoll zum festen Arbeitsalltag – solche Funde wie jetzt bei dem 29-Jährigen sind dabei keine Seltenheit.
Der Fall zeigt einmal mehr: Wer sich bei einer Polizeikontrolle verdächtig verhält, zieht erst recht die Aufmerksamkeit der Beamten auf sich. Am Flughafen Frankfurt ist das offenbar keine Ausnahme.






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