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Bonames wird fußgängerfreundlicher – und du kannst mithelfen!

Bonames soll fußgängerfreundlicher werden – Frankfurt lädt zur Ortsbegehung am 19. August ein. Jetzt anmelden und Ideen für deinen Stadtteil einbringen!

Redaktion
·
23. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Stunden

Frankfurt macht Bonames sicherer für alle, die zu Fuß unterwegs sind

Schmale Gehwege, starker Durchgangsverkehr und ein Zebrastreifen, dem seit Generationen nicht vertraut wird – in Bonames ist das Zufußgehen alles andere als entspannt. Das soll sich jetzt ändern! Die Stadt Frankfurt hat Bonames als eines von drei Modellquartieren ausgewählt, um den Fußverkehr im Stadtteil gezielt zu verbessern. Und das Beste: Du kannst dabei mitmachen!

Note 3,6 – Bonames braucht dringend Verbesserungen

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Als Frankfurt im Rahmen seiner Fußverkehrsstrategie die Bewohnerinnen und Bewohner der verschiedenen Stadtteile befragte, vergaben die Menschen aus Bonames ihrem Viertel die Schulnote 3,6 – ein klares Mittelmaß. Umliegende Stadtteile schnitten deutlich besser ab: Harheim kam auf eine 2,8, der Frankfurter Berg auf eine 2,4 und Nieder-Erlenbach auf eine 2,5.

Besonders problematisch sind der Harheimer Weg und die Homburger Landstraße, die unter starkem Durchgangsverkehr leiden. Im alten Ortskern sind die Straßen so schmal, dass die Gehwege kaum für eine Person reichen – von Rollator oder Kinderwagen ganz zu schweigen. Ein konkretes Beispiel: Am Fußgängerüberweg am Harheimer Weg werden schon seit Jahren Schülerinnen und Schüler der Steffi-Jones-Schule gewarnt, dem Zebrastreifen nicht blind zu vertrauen. Autofahrende übersehen Fußgänger, die von der Galgenstraße kommen, weil diese erst hinter der Hausecke sichtbar werden.

Drei Modellquartiere – Bonames macht den Anfang

Neben Bonames entwickelt die Stadt auch für Niederrad-Nord und Rödelheim-Ost ein Fußverkehrskonzept. Die drei Quartiere wurden bewusst ausgewählt, weil sie repräsentativ für die unterschiedlichen städtebaulichen, verkehrlichen und sozioökonomischen Bedingungen in Frankfurt stehen. Lösungen, die hier erarbeitet werden, sollen sich auf andere Stadtviertel übertragen lassen.

Das Verkehrsdezernat beschreibt Bonames so: „Hier leben viele Familien und Seniorinnen und Senioren. In dem Viertel zeigen sich typische Herausforderungen wie lückenhafte Gehweginfrastruktur und enge Straßenquerschnitte.“ Gleichzeitig heben die Verantwortlichen die Grünflächen und Parks hervor, die Bonames zu einem attraktiven Wohnort machen.

Ortsbegehung am 19. August – sei dabei!

Am 19. August lädt die Stadt zur Ortsbegehung ein – einem Quartiersspaziergang, bei dem Anwohnerinnen und Anwohner ihre Erfahrungen und Ideen direkt einbringen können. Wer mitmachen will: Anmeldeschluss ist der 26. Juli. Also schnell anmelden!

Bis Ende des Jahres will das Verkehrsdezernat gemeinsam mit dem Straßenverkehrsamt und dem Amt für Straßenbau und Erschließung in den Dialog kommen – mit Anwohnenden, dem Ortsbeirat sowie den Kinder- und Seniorenbeauftragten. Auf Basis dieser Erkenntnisse erarbeiten die Ingenieurbüros PB Consult und ifok dann quartiersspezifische Maßnahmen. Dabei geht es konkret darum, welche Maßnahmen umsetzbar sind, welche Finanzmittel gebraucht werden und welche Zeiträume realistisch sind. Das Ziel: Fußverkehr sicherer, komfortabler und barrierefrei zu machen.

Immer mehr Frankfurter gehen zu Fuß

Dass die Stadt jetzt handelt, ist kein Zufall. Eine Erhebung der Technischen Universität Dresden zeigt: Deutlich mehr Menschen legen ihre Wege in der Stadt zu Fuß zurück. Von elf Prozent im Jahr 2018 stieg der Anteil auf beeindruckende 37 Prozent im Jahr 2023. Die Corona-Pandemie spielte dabei eine wichtige Rolle – die unmittelbare Umgebung wurde intensiver wahrgenommen, Homeoffice reduzierte lange Arbeitswege, und das Gesundheitsbewusstsein stieg. Frankfurt profitiert dabei von seiner kompakten Stadtstruktur, die das Zufußgehen besonders attraktiv macht.

Bonames hat also alle Chancen, sich vom Schlusslicht zum Vorzeigeviertel zu entwickeln. Nutzt die Ortsbegehung am 19. August und bringt eure Ideen ein – für einen Stadtteil, in dem sich alle sicher und wohl fühlen, egal ob jung oder alt! Das ist der Sound der Weltstadt – Frankfurt entwickelt sich, und du bist dabei.

Quellen


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