
The Dune auf Platz 1: Frankfurt hat einen neuen Fine-Dining-König!
The Dune führt erstmals die Top-Liste „Frankfurt exklusiv
Das Berger Kino in Frankfurt-Bornheim soll wieder öffnen! Das Kikoki-Kollektiv verhandelt mit Eigentümer Hermann Steib über einen Mietvertrag für einen…
Wer das Berger Kino im Frankfurter Stadtteil Bornheim kennt, weiß: Dieses Haus steckt voller Geschichte. Fast 40 Jahre lang war es eine echte Institution – bis im März 2020 die Lichter ausgingen. Seitdem stehen die zwei Kinosäle „Atelier“ und „Berger“ leer. Alte Plakate hängen noch an den Wänden, die schwarz-rote Theke im Foyer steht unberührt, sogar ein Paddington-2-Poster aus dem Herbst 2017 erinnert an vergangene Zeiten. Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache!
Alles begann im März 2024: Aktivisten besetzten das verwaiste Kino für einige Wochen, zeigten ein queer-feministisches Filmprogramm und sorgten damit für Aufsehen – und auch für eine Menge Sympathien im Viertel. Aus dieser Aktion heraus entstand im Sommer 2025 der Verein Kinokollektivkino, kurz Kikoki. Zwischen zehn und 20 Personen treffen sich regelmäßig, um das Berger Kino als „partizipativen Kinobetrieb“ neu zu denken.
Hinter Kikoki stecken unter anderem Lou Deinhart, die auch für die Frankfurter Kinothek Asta Nielsen arbeitet, Balduin Mund, der als Dokumentarfilmer tätig ist, und Ruth Wild, die an ihrer Dissertation in Mathematik arbeitet. Drei Menschen, eine Mission: Frankfurt braucht dieses Kino zurück!
Die wichtigste Neuigkeit: Die Verhandlungen mit Eigentümer Hermann Steib sind weit fortgeschritten. Steib, der für die Grünen im Ortsbeirat für Bornheim und das Ostend sitzt und als Ortsvorsteher fungiert, hat zugesagt, vorerst ausschließlich mit Kikoki zu verhandeln – keine anderen Interessenten kommen zum Zug. Auch ihm ist eine kulturelle Nutzung der Räume wichtig. Eine Einigung auf einen Mietvertrag halten die Kikoki-Mitglieder für wahrscheinlich.
Damit das Konzept auch wirklich spruchreif wird: Der Fonds Soziokultur fördert die Konzeptphase mit rund 30.000 Euro. Das gibt dem Kollektiv die nötige Luft, die Pläne professionell weiterzuentwickeln.
Kikoki steht nicht allein da. Bereits während der Besetzung hatten Filmverleiher Unterstützung signalisiert – und auch jetzt wächst das Netzwerk. Mit dabei sind unter anderem:
Auf der Agenda stehen unter anderem die Erneuerung des Brandschutzes und die Herstellung von Barrierefreiheit.
Das Konzept klingt spannend: Kein Mainstream, kein Popcorn-Einheitsbrei. Stattdessen sollen Jugend- und Subkulturen, zivilgesellschaftliche Initiativen und Frankfurter Filmfestivals einen Platz im Berger Kino finden. Dazu kommt ein solidarisches Preissystem – wer mehr zahlen kann, zahlt mehr; wer weniger hat, zahlt weniger oder gar nichts. Ziel ist ein stabiles, finanzielles Gerüst aus Kinoförderung, Kartenverkauf, Mitgliedsbeiträgen und Ehrenamt.
„Wir wollen kein utopischer Verein sein, der irgendwann pleitegeht“, sagt das Trio klar. Und das klingt nicht nach hohlem Wunschdenken, sondern nach echtem Plan.
Wer Lust hat, von Anfang an dabei zu sein: Am 16. August um 17 Uhr findet vor dem Berger Kino ein erstes offenes Treffen statt. Dort werden Ideen gesammelt – von kleinen Handwerksarbeiten bis hin zu ersten Filmprogrammen. Partizipativ beginnt eben nicht erst mit dem ersten Film, sondern schon jetzt. Frankfurt, das ist eure Chance!

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