
Die asiatische Tigermücke wurde in Frankfurt mehrfach gesichtet und kann Dengue- sowie Zika-Viren übertragen. Was ihr jetzt tun könnt, erfahrt ihr hier.
Sommer in Frankfurt – und damit leider auch eine unangenehme Nachricht: Die asiatische Tigermücke wurde in unserer Stadt mehrfach gesichtet. Das klingt erstmal nach einem normalen Mücken-Problem, ist aber mehr als das. Denn diese Mücke kann – wenn sie eine infizierte Person sticht – tropische Krankheitserreger wie das Dengue-Virus, das Zika-Virus und das Chikungunya-Virus übertragen. Kein Grund zur Panik, aber definitiv ein Grund, aufmerksam zu sein!
Die Tigermücke ist nicht das einzige Tier, das sich in Frankfurt immer mehr breit macht. Auch die asiatische Hornisse wurde mehrfach in der Stadt gesichtet. Laut Nabu Deutschland ist sie zwar nicht aggressiver als einheimische Hornissen – verteidigt ihr Nest aber genauso heftig. Die Hornisse ist 2004 über Warentransporte in Frankreich eingeschleppt worden und gilt in Deutschland inzwischen als „etabliert“. Ihre Ausbreitung nach Norden ist derzeit in vollem Gange.
Dazu kommt der Eichenprozessionsspinner, dessen Raupen mit ihren Brennhaaren echte Gefahr für Menschen bedeuten können: Hautausschläge, Bindehautentzündungen und Atemwegsreizungen sind möglich – vor allem in warmen, trockenen Frühjahren breitet er sich stark aus.
Der Klimawandel macht es invasiven Arten leichter, sich in unserer Region zu etablieren – ist aber nicht die einzige Ursache. Viele Tier- und Pflanzenarten wurden irgendwann aktiv eingeschleppt oder entkommen aus Gehegen. Waschbär, Nutria und Nilgans sind bekannte Beispiele, die heimische Arten gefährden können.
Auch bei den Pflanzen sieht es ähnlich aus: Der Götterbaum, die spätblühende Traubenkirsche oder der Staudenknöterich breiten sich in Frankfurt und Umgebung aus – oft auf Kosten einheimischer Arten. Die Botanikerin Hilke Steinecke vom Palmengarten warnt besonders vor dem Götterbaum: „Er wächst oft als Erstes“ – etwa in Mauerritzen, wo er sofort entfernt werden sollte, bevor seine Wurzeln die Mauer zum Einsturz bringen.
Der Riesenbärenklau, der aus dem Kaukasus stammt und vor rund 150 Jahren eingeführt wurde, gilt zwar inzwischen als etablierte Art, die nicht bekämpft werden muss – ist aber hochgiftig und damit gefährlich für Menschen, die mit der Pflanze in Kontakt kommen.
Die gute Nachricht: Gegen die asiatische Tigermücke kann man selbst aktiv werden! Sie lässt sich wie alle Schnaken bekämpfen, indem stehende Gewässer mit dem Bakterium B.t.i. behandelt werden. Entsprechende Tabletten bekommt ihr ganz einfach im Baumarkt. Stehende Wasserstellen im Garten oder auf dem Balkon – etwa in Blumentöpfen, Gießkannen oder Vogeltränken – regelmäßig leeren oder behandeln: Das ist der einfachste Schutz!
So düster die Lage klingt – der Klimawandel hat laut Frankfurter Umweltamt auch positive Seiten für die Natur. Streng geschützte Arten wie die Gottesanbeterin, die Mauereidechse und der Eisvogel profitieren von feuchten, milden Wintern. Und in Frankfurts Gewässern freut sich zum Beispiel der Europäische Wels: Er verträgt hohe Wassertemperaturen und niedrigen Sauerstoffgehalt besser als viele andere Fischarten und vermehrt sich in heißen Sommern besonders gut.
Bleibt informiert, bleibt aufmerksam – und schützt euch und eure Familie. Das ist der Sound der Weltstadt: Wir halten euch auf dem Laufenden, was in Frankfurt wirklich wichtig ist. Jetzt reinhören!






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