
Abriss, Umbau oder beides? Ein Expertengremium präsentiert seinen Abschlussbericht zur Zukunft des Frankfurter Juridicums – mit Empfehlungen für die Stadt.
Frankfurt steht vor einer wichtigen stadtplanerischen Entscheidung: Was wird aus dem Juridicum auf dem Uni-Campus Bockenheim? Abreißen, umbauen oder beides? Ein Expertengremium hat sich seit Anfang 2026 intensiv damit beschäftigt – und präsentiert jetzt seinen Abschlussbericht. Für alle, die Frankfurt lieben und wissen wollen, wie unsere Stadt sich entwickelt, ist das ein Thema!
Seit Januar 2026 läuft im Auftrag der Stadt Frankfurt ein interdisziplinärer Dialogprozess namens „Zukunftslabor Juridicum“ – moderiert vom Frankfurter Forschungsinstitut FFin. Sechs Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen haben in mehreren Workshops mögliche Szenarien für das Juridicum durchleuchtet. Dabei haben sie ökologische, soziale, wirtschaftliche und städtebauliche Gesichtspunkte gleichberechtigt unter die Lupe genommen.
Die Expertinnen und Experten Gabu Heindl, Verena Brehm, Nicole Zahner, Horst Peseke, Thomas Meurer und Nicolas Schneider sind Teil dieses sogenannten Fachrats. Sie blicken auf den bisherigen Prozess zurück und legen nun ihre Empfehlungen vor – gerichtet an die Gebäudeeigentümerin ABG und die Stadtverordnetenversammlung.
Der Fachrat lädt für Mittwoch, den 16. September 2026 um 19 Uhr zur öffentlichen Präsentation seines Abschlussberichts ein. Dann wird klar, was die Experten nach monatelanger Arbeit empfehlen: kompletter Abriss, Umbau – oder vielleicht eine Kombination aus beidem?
Die Debatte um das Juridicum ist nicht neu. Die Frankfurter CDU spricht sich schon länger für einen kompletten Abriss aus. Der Grund: Ohne das Gebäude gäbe es mehr Platz für einen Neubau der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK). Auch aus dem Förderverein der Hochschule heraus hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die dasselbe fordert.
Allerdings ist es in der Debatte ruhiger geworden, seitdem der Senat der Hochschule sich demonstrativ hinter die Baupläne des Landes gestellt hat. Nach dieser Planung spielt das Juridicum für die Zukunft der HfMDK ohnehin keine Rolle mehr.
Dem Fachrat Juridicum geht es gar nicht primär um die Hochschule. Im Fokus steht die Zukunft der Stadtplanung in Frankfurt insgesamt. Die Fachleute wollen grundlegende Fragen klären: Wie gehen wir mit dem Gebäudebestand um? Wie lassen sich ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte in Planungsprozessen gleichberechtigt abwägen?
Das ist eine Frage, die weit über das Juridicum hinausgeht – und die zeigt, dass Frankfurt beim Thema Stadtentwicklung einen nachhaltigen Kurs einschlagen will. Der Sound der Weltstadt ist eben nicht nur Musik, sondern auch die Art, wie wir unsere Stadt gestalten!
Nach der Präsentation des Abschlussberichts liegt es an der ABG als Gebäudeeigentümerin und der Stadtverordnetenversammlung, die Empfehlungen zu bewerten und Entscheidungen zu treffen. Frankfurt bleibt gespannt – und wir halten euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören und nichts verpassen!


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