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600 Kilometer für Julian: Hergershäuser radelt bis Amsterdam für autistischen Jungen

Brian Funk aus Hergershausen radelt 600 km bis Amsterdam – für die Schwimmtherapie des achtjährigen autistischen Julian. Jetzt die Geschichte lesen!

Redaktion
·
23. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Tagen

Mit dem Rad von Hergershausen bis Amsterdam – für einen guten Zweck

Was treibt einen Menschen dazu, allein mit Zelt und Schlafsack 600 Kilometer auf dem Fahrrad zurückzulegen? Bei Brian Funk aus Hergershausen ist die Antwort klar: Es ist das Herz. Der 32-Jährige ist aktuell auf dem Weg nach Amsterdam – nicht für sich selbst, sondern für Julian. Der achtjährige Junge hat eine Entwicklungsverzögerung und frühkindlichen Autismus. Er spricht nicht, ist oft sehr angespannt und seine Aufmerksamkeit ist stark reduziert. Was ihm hilft: eine wöchentliche Schwimmtherapie. Und genau die soll Funks Charity-Tour finanzieren.

Eine Herzensaktion – für Julian und alle Kinder mit besonderem Schicksal

„Für mich ist es wieder eine Herzensaktion“, sagt Brian Funk beim Start auf dem Vereinsgelände des SV Sickenhofen, wo er gemeinsam mit ehemaligen Fußballkameraden kickt. Die „Jungs“ vom SV Sickenhofen unterstützen ihn und radeln die ersten Kilometer mit – denn die erste Etappe führt zu einem weiteren Kind, dessen Geschichte bewegt: Die 14-jährige Leonie aus Dietzenbach erlitt eine frühkindliche Hirnschädigung, sitzt im Rollstuhl und kommuniziert ausschließlich über technische Hilfsmittel. Der Besuch aus dem Babenhäuser Stadtteil macht ihr riesige Freude.

Brian Funk hat Julian über den Frankfurter Verein „MainLichtblick“ kennengelernt. Unter diesem Banner ist der engagierte Hergershäuser bereits mehrfach auf Charity-Tour gegangen. Der Verein ermöglicht schwer kranken und traumatisierten Kindern in Lebenskrisen Therapien und individuelle Herzenswünsche – seit seiner Gründung vor rund 13 Jahren wurden über 3.700 Wünsche erfüllt. Ob ein Geburtstagsgeschenk, ein Besuch im Fußballstadion in Dortmund, Reit- und Lauftherapie oder eine Klassenfahrt für Schüler einer Förderschule in Griesheim – der Verein ist immer da, wo er gebraucht wird.

600 Kilometer solo – mit Zelt statt Hotel

Wer jetzt denkt, 600 Kilometer klingt schon ambitioniert genug – Brian Funk hat noch ein Extra-Handicap eingebaut: Er ist dieses Mal komplett allein unterwegs, ohne feste Buchungen, nur mit seinem Zelt. „Ein echtes Abenteuer, das mir alles abverlangen wird“, so Funk. In sechs Tagen will er die Strecke bewältigen und hat dafür extra Urlaub bei seinem Arbeitgeber eingereicht.

Es ist nicht sein erster großer Ritt. Vor zwei Jahren strampelte der Hergershäuser bereits 1.700 Kilometer bis nach Barcelona. Und wer sich fragt, ob das alles ist, was Funk für andere tut: Nein. Vor vier Jahren gründete er in seiner Heimatstadt zusätzlich den Hilfsverein Initiative Bergauf.

„Solche Kinder sind Teil unserer Gesellschaft“

Brian Funk möchte nicht nur Geld einwerben – er will die Schicksale von Kindern wie Julian und Leonie stärker in die öffentliche Wahrnehmung rücken. „Solche Kinder sind Teil unserer Gesellschaft“, betont er. Sein Appell ist klar: „Je mehr Spenden wir erwirtschaften, desto länger können wir die Therapien der Kinder und Jugendlichen finanzieren.“ Und er wirbt um Mitstreiter: „Gemeinsam können wir viel bewegen. Wenn ihr das Projekt mit einer kleinen Spende unterstützen möchtet, würde ich mich sehr freuen.“

Ein Mann, ein Fahrrad, ein Zelt – und ein riesengroßes Herz. Der Sound der Weltstadt Frankfurt kennt viele Helden. Brian Funk ist einer davon. Chapeau!

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