
20 neue Citaro-Busse der ICB sind endlich in Frankfurt im Einsatz – nach monatelanger Verzögerung. Was das für den Busverkehr bedeutet, liest du hier.
Gute Nachrichten für alle Frankfurter, die täglich auf den Bus angewiesen sind: Die städtische Verkehrsgesellschaft In-der-City-Bus (ICB) hat die ersten 20 neuen Citaro-Busse in Betrieb genommen. Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit – war es aber lange Zeit nicht. Denn eigentlich hätte die Auslieferung bereits bis Ende Juli 2026 abgeschlossen sein sollen. Passiert ist das nicht, und das hat Frankfurt ordentlich zu spüren bekommen.
Weil die neuen Fahrzeuge nicht rechtzeitig kamen, mussten ältere und zunehmend störanfällige Busse weiter ihren Dienst tun. Die Folge: regelmäßige Ausfälle, Verspätungen und jede Menge Frust bei den Fahrgästen. Die ICB reagierte, erhöhte den Druck auf den Hersteller und beauftragte Subunternehmen, um den Betrieb irgendwie am Laufen zu halten. Bestellt worden waren die neuen Dieselbusse übrigens schon im April 2025 – die Wartezeit zog sich also über mehr als ein Jahr.
Mit den 20 Citaro-Bussen ist der erste Schritt getan. 14 weitere Fahrzeuge sollen in den kommenden Wochen schrittweise in den Fuhrpark integriert werden. Insgesamt plant die ICB, 32 Solo- und 20 Gelenkbusse neu in Betrieb zu nehmen. Das erlaubt es, ältere Modelle endlich aus dem Verkehr zu ziehen und den Betrieb deutlich zuverlässiger zu gestalten.
Der neue Frankfurter Verkehrsdezernent Yannick Schwander (CDU) zeigt sich vorsichtig optimistisch: „Mit den ersten neuen Bussen kommt nun schrittweise Entlastung in den Linienbetrieb der ICB.“ Gleichzeitig macht er klar, dass das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist. Die Flotte müsse weiter modernisiert werden, die Voraussetzungen für die Elektrifizierung seien zu schaffen und der Busverkehr insgesamt zukunftsfest aufzustellen. Eine schnelle Umstellung auf E-Busse ist allerdings nicht in Sicht – der Bau des dafür nötigen Betriebshofs ist laut Stadt bislang nicht wie geplant vorangekommen.
Mobilität und Stadtentwicklung gehören in Frankfurt eng zusammen. Während die ICB ihre Flotte modernisiert, verändert sich das Stadtbild auch oberirdisch rasant. Wie wir in einem früheren Beitrag zum Hochhausboom in Frankfurt berichtet haben, sind seit 2001 rund 50 neue Türme entstanden – im Schnitt zwei neue Hochhäuser pro Jahr. Die Stadt wächst, und mit ihr die Anforderungen an den öffentlichen Nahverkehr. Umso wichtiger ist es, dass Busse und Bahnen zuverlässig fahren, wenn immer mehr Menschen in die Stadt ziehen.
Für alle Frankfurter, die täglich mit der ICB unterwegs sind, bleibt zu hoffen, dass die nächsten Lieferungen reibungsloser laufen als die erste. 20 neue Busse sind ein guter Anfang – aber Frankfurt braucht langfristig einen ÖPNV, auf den man sich wirklich verlassen kann. Wir bleiben dran und halten euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören – der Sound der Weltstadt begleitet euch durch den Tag!






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