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Zwei neue Gymnasien in Frankfurt: So gut kommen sie bei Eltern und Schülern an!

Das Margot-Friedländer-Gymnasium und das Stadtgymnasium in Frankfurt sind beliebt: Zwei Drittel der Schüler wählen sie aktiv als Wunschschule.

Redaktion
·
11. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 59 Minuten

Frankfurt hat zwei neue Gymnasien – und die laufen richtig gut!

Was für eine Erfolgsgeschichte direkt vor unserer Haustür! Das Margot-Friedländer-Gymnasium und das Stadtgymnasium in Bockenheim haben sich in kürzester Zeit einen starken Namen in der Frankfurter Schullandschaft gemacht. Kaum gegründet, schon heiß begehrt – so muss Schule laufen!

Zwei Drittel wählen das Margot-Friedländer-Gymnasium als Wunschschule

Noch vor zwei Jahren wurden viele Schülerinnen und Schüler per Los an die neuen Schulen verteilt. Das hat sich grundlegend geändert: Inzwischen haben zwei Drittel der Kinder, die in diesem Jahr das Margot-Friedländer-Gymnasium besuchen, die Schule aktiv als ihre Wunschschule angegeben. Schulleiter Nils Franke ist überzeugt: „Das liegt an unserem Profil. Die Idee überzeugt.“

Auch beim benachbarten Stadtgymnasium sieht es blendend aus. Schulleiter Torsten Schulz berichtet, dass er die Plätze sogar hätte verlosen müssen – wäre die Schule nicht auf Wunsch der Behörden um eine zusätzliche Klasse erweitert worden. Beide Schulen sind in diesem Jahr siebenzügig. „Wir sind sehr froh, dass sich die Schüler für uns entscheiden. Die Anmeldezahlen zeigen, dass sich die Schulen in sehr kurzer Zeit etabliert haben“, sagt Schulz.

Eine Familie, zwei Kinder, eine Schule – und nur gute Erfahrungen

Daniel Schäfer und Filka Kuszmierz kennen das Margot-Friedländer-Gymnasium aus erster Hand. Ihr Sohn Lennie gehörte zu den ersten Schülern, die per Los zugeteilt wurden – eigentlich gegen seinen ursprünglichen Wunsch. Doch die Familie ist heute mehr als zufrieden. „Wir finden es hier richtig gut“, sagen die Eltern. Die Lehrkräfte seien engagiert, und weil die Schule noch im Aufbau sei, herrsche eine besondere, heimelige Atmosphäre. Die Überzeugung ist so groß, dass nun auch Tochter Lotta dort eingeschult wurde.

Nicht alle Schülerinnen und Schüler kommen freiwillig. Die zehnjährige Teodora aus Preungesheim etwa pendelt jeden Morgen 45 Minuten zur Schule. Doch auch ihre Eltern haben ihren Frieden mit der Zuweisung gemacht: „Je mehr wir über das Konzept erfahren, umso überzeugter sind wir von der Schule“, sagt Mutter Drogana Madic.

Ein Name mit Geschichte und Bedeutung

Besonders stolz ist die Schulgemeinde auf ihren Namen. Das Frankfurter Gymnasium ist die erste Schule in Hessen und die dritte in ganz Deutschland, die nach der Holocaustüberlebenden Margot Friedländer benannt wurde. Eine Stiftung vergibt diesen Titel – rund 60 Anträge lagen bisher vor, zwölf Schulen wurden ausgewählt. Vorstandsvorsitzender Karsten Dreinhöfer betonte bei der Einschulungsfeier: Der Name solle kein „Etikett an der Wand“ sein, sondern mit Leben gefüllt werden. Die Schule hat bereits eine Projektwoche zu Friedländer veranstaltet, ein neues Logo soll gemeinsam mit den Schülern entwickelt werden.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) besuchte zum Schuljahresbeginn persönlich das Margot-Friedländer-Gymnasium – auch wegen des besonderen Namens. Die Namensgebung sei „ein Zeichen gegen das Vergessen und für Menschlichkeit“, sagte er und erinnerte an Friedländers Leitspruch „Seid Menschen“. An die Kinder gewandt: „Macht euch keinen Stress. Niemand kann alles von Anfang an.“

Auch die Elternfamilie Schäfer/Kuszmierz findet den Namen großartig: „Es ist wichtig, dass sich die Kinder mit dem Holocaust auseinandersetzen. Und Friedländer war einfach eine beeindruckende Frau.“

Frankfurt wächst – und seine Schulen wachsen mit

Die beiden Gymnasien befinden sich im ehemaligen Bürogebäude Neue Börse am Rand des Stadtteils Bockenheim – ein ungewöhnlicher Lernort, der aber offenbar seinen Charme hat. Vorübergehend wird dort auch die Julius-Leber-Berufsschule untergebracht, die saniert werden muss. Die drei Schulleitungen berichten von einem „guten Miteinander“.

Klar ist: Frankfurt zeigt, dass neue Schulen schnell zu echten Lieblingsschulen werden können – wenn das Konzept stimmt und das Engagement der Lehrkräfte spürbar ist. Das ist der Sound einer wachsenden Weltstadt, die in ihre Zukunft investiert. Jetzt reinhören – und mitdiskutieren: Was denkt ihr über die neuen Gymnasien in Frankfurt?

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