
Sanofi investiert zwei Milliarden Euro in eine neue Insulinfabrik in Frankfurt-Höchst. Wir zeigen, warum das Projekt für Jobs und ganz Europa entscheidend ist.
Frankfurt baut, Frankfurt wächst, Frankfurt bleibt Pharma-Hauptstadt! Der Konzern Sanofi hat im Industriepark Höchst mit dem Bau einer neuen Insulinfabrik begonnen – und das ist keine kleine Nummer. Rund zwei Milliarden Euro investiert das Unternehmen in den Standort, damit Frankfurt auch in Zukunft eine der größten Insulinproduktionsstätten Europas bleibt. Was für ein Statement für unsere Stadt!
Die neue Anlage entsteht auf stolzen 36.000 Quadratmetern und soll die bisherige Produktion in Höchst komplett ersetzen. Geplant ist, dass dort künftig mit Künstlicher Intelligenz gearbeitet wird und das Werk fest ins globale Versorgungsnetzwerk von Sanofi eingebunden ist. Beim Spatenstich verwies Vorstandschefin Belen Garijo auf die weltweite Bedeutung von Insulin und darauf, wie verletzlich medizinische Lieferketten sein können – das habe spätestens die Corona-Pandemie gezeigt.
Nach aktuellem Stand soll die Produktion 2032 anlaufen. Bis dahin heißt es: Bauen, Planen, Vorfreude!
Damit das Milliarden-Projekt überhaupt möglich wurde, musste erstmal die EU-Kommission zustimmen. Die hat im September staatliche Beihilfen von 400 Millionen Euro genehmigt, getragen von Bund, Land Hessen und der Stadt Frankfurt. Im Gegenzug muss Sanofi laut Angaben der Brüsseler Behörde einiges liefern: Eine Tonne pharmazeutischer Insulinwirkstoffe soll bevorratet werden, und bei einem Engpass müssen die europäischen Märkte bevorzugt versorgt werden. Zunächst sind jährlich mindestens 1,1 Tonnen Insulin vorgesehen, langfristig soll diese Menge bis Ende 2042 gehalten werden.
Wie FFH berichtet, hätte Sanofi ohne diese Gelder seinen deutschen Standort sogar schließen müssen – und das wäre bitter gewesen, denn Frankfurt-Höchst ist die einzige Produktionsstätte für Humaninsulin im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum und eine von nur zwei Insulin-Standorten überhaupt.
Mal ehrlich: Das ist nicht irgendeine Fabrik. Mehr als 4.000 der insgesamt 6.500 Sanofi-Arbeitsplätze in Frankfurt-Höchst hängen direkt an der Insulinproduktion. Von hier aus werden rund 15 Millionen Patienten in etwa 80 Ländern weltweit mit Insulinprodukten versorgt. Am Standort laufen Wirkstoffherstellung, Abfüllung, die Fertigung von Pens und Autoinjektoren sowie die Verpackung zusammen – die komplette Wertschöpfungskette bleibt in unserer Stadt.
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein nannte die Investition laut FFH „ein starkes Signal für den Pharmastandort Hessen und ein weiterer Meilenstein für die Arzneimittel-Souveränität Europas“. Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef sprach von einem „starken Bekenntnis zum Pharmastandort Frankfurt und Hessen“ und zeigte sich erleichtert, dass dieses wichtige Projekt nach mehreren gescheiterten Investitionsvorhaben in letzter Zeit nun endlich geklappt hat.
Nach Angaben von Sanofi sind weltweit mehr als 500 Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, bis 2050 könnte die Zahl sogar auf 800 Millionen steigen. Humaninsulin wird im Europäischen Wirtschaftsraum aber nur an sehr wenigen Standorten hergestellt. Die EU-Kommission warnte, dass Europa ohne Standorte wie Frankfurt von Einfuhren aus Drittländern abhängig wäre. Genau deshalb ist dieses Projekt mehr als nur eine Fabrikerweiterung – es geht um Versorgungssicherheit für ganz Europa.
Während in Höchst die Bagger rollen, ist bei uns in Frankfurt sportlich natürlich auch einiges los. Erst kürzlich ging es für die Zweitvertretung der Eintracht-Frauen gegen Borussia Mönchengladbach zur Sache, wie wir in einem früheren Beitrag berichtet hatten. Ob Fabrikbau oder Fußballplatz – unsere Stadt steht einfach nie still!
Das beste Programm im Main-Gebiet hält euch natürlich weiter auf dem Laufenden, wenn sich beim Mega-Projekt in Höchst etwas Neues tut. Jetzt reinhören und immer top informiert bleiben!






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