
Immer weniger Alkohol, immer mehr Druck für die Gastronomie: Wie Restaurants auf den Nüchternheitstrend reagieren und was das für Frankfurts Gastro-Szene…
Stellt euch vor, ihr geht abends in euer Lieblingsrestaurant, bestellt zwei alkoholfreie Drinks – und zahlt dafür 70 Euro. Klingt krass? Genau das könnte bald die neue Realität sein! Denn die Deutschen trinken immer weniger Alkohol, und das bringt die Gastronomie ordentlich ins Schwitzen. Der Sound der Weltstadt verändert sich – auch beim Thema Essen und Trinken.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen sank der Pro-Kopf-Verbrauch von Alkohol von 120 Litern im Jahr 2022 auf 115 Liter im Jahr 2023. Zur Jahrtausendwende lag er noch bei stolzen 154 Litern. Das ist natürlich super für die Gesundheit – keine Frage! Aber für Restaurants und Bars bedeutet dieser Wandel: Das klassische Geschäftsmodell wackelt.
Denn traditionell sind es vor allem alkoholische Getränke, mit denen Gastronomen ihre Margen machen. Wenn die Gäste mehr und mehr auf Alkohol verzichten, fehlt dieser wichtige Umsatzbringer. Experten sind sich einig: Dieser Trend beeinflusst die Zukunft der Restaurants ganz erheblich.
Das spüren übrigens nicht nur kleine Restaurants um die Ecke. Auch große Brauereien wie Heineken merken den Schwung in Richtung alkoholfrei deutlich. Seit 2020 verzeichneten Produkte ohne oder mit wenig Alkohol dort ein Plus von ganzen 31 Prozent. Und besonders im Restaurantsegment ist dieser Trend laut Heineken deutlich sichtbar. Alkoholfreies Bier, Mocktails, spannende Softdrinks – das Interesse der Gäste wächst rasant.
Aber wie reagieren Restaurants auf diesen Wandel? Experten fordern neue Konzepte – und vor allem: höhere Preise für alkoholfreie Getränke. Bislang galten Wasser, Säfte oder Limos als günstige Beilagen. Das soll sich ändern. Wer heute aufwendig zubereitete Mocktails oder hochwertige alkoholfreie Alternativen anbietet, kann und soll dafür auch entsprechend mehr verlangen. Das Motto: Qualität hat ihren Preis – egal ob mit oder ohne Alkohol.
Und das erklärt auch die Schlagzeile, die gerade viele aufhorchen lässt: Zwei Gläser für 70 Euro. Was zunächst absurd klingt, ist für die Gastronomie ein möglicher Weg, den Umsatzrückgang durch sinkenden Alkoholkonsum auszugleichen. Neue, kreative Getränkekonzepte sollen her – und die dürfen ruhig etwas kosten.
Frankfurt ist eine lebendige Stadt mit einer riesigen Gastro-Szene – von der klassischen Äppelwoi-Kneppe bis zum hippen Restaurant im Bahnhofsviertel. Auch hier werden die Wirte und Restaurantbesitzer umdenken müssen. Wer in Zukunft auch die wachsende Gruppe der Nicht-Trinker ansprechen will, muss sich etwas einfallen lassen: spannende Getränkekarten, kreative alkoholfreie Alternativen und ein Preismodell, das auch ohne Weinbestellung funktioniert.
Das ist eine echte Chance! Denn die Nachfrage nach hochwertigen alkoholfreien Optionen ist da – und wächst. Wer als Gastronom jetzt clever reagiert, kann von diesem Trend profitieren. Für uns Gäste bedeutet es: Augen auf beim nächsten Restaurantbesuch – und vielleicht mal den Mocktail auf der Karte ausprobieren. Könnte sich lohnen!
Der Rückgang beim Alkoholkonsum ist kein kurzfristiger Hype – er ist ein langfristiger gesellschaftlicher Wandel. Die Gastronomie steht vor der Aufgabe, sich neu zu erfinden. Höhere Preise für alkoholfreie Drinks, kreativere Konzepte und ein frischer Blick auf die Getränkekarte sind gefragt. Wir sind gespannt, wie sich das auch in Frankfurt entwickelt – und halten euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören und immer up to date bleiben mit dem besten Programm im Main-Gebiet!
Update: Es gibt neue Entwicklungen zu diesem Thema:


„Dynamit auf Rädern



„Dynamit auf Rädern

Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.