
Cornelia Koall aus Wallau gewinnt die ZDF-Kochsendung „Küchenschlacht
Was für eine Story aus unserer Region! Cornelia Koall aus Wallau hat die ZDF-Kochsendung „Küchenschlacht“ gewonnen – und darf jetzt in der vierten „ChampionsWeek“ des Formats den Kochlöffel schwingen. Die 63-Jährige hat bewiesen: Leidenschaft, Kreativität und ein bisschen Nervenstärke reichen, um ganz oben zu stehen. Wir sind stolz auf sie!
Den Ausschlag gaben am Ende Petersilie am Spargelsalat und Nüsse in den Köfte. Klingt simpel, war aber genau das Richtige! Viermal holte sich Koall den Tagessieg, einmal landete sie auf dem zweiten Platz. Keine schlechte Bilanz, oder?
Zur Erinnerung: Bei der „Küchenschlacht“ kochen von Montag bis Freitag ab 14.15 Uhr sechs Kandidaten zu verschiedenen Mottos – und das unter extremem Zeitdruck. 35 Minuten, fertig, los! Jeden Tag muss ein Hobbykoch die Sendung verlassen. Juror und Sternekoch Thomas Martin sowie Moderator und Sternekoch Nelson Müller behalten dabei den Überblick.
Der Start war für Koall alles andere als reibungslos: Ihr Parmesanchip fiel auf den Boden und zerbrach, der zweite wurde zu dunkel, und die Butter für ihr Erbsenpüree brannte an. Trotzdem befand Thomas Martin über ihren Lachs: „Der Fisch ist perfekt gebraten.“ Tagessieg – trotz Holperstart!
Besonders dramatisch wurde es im Halbfinale. Drei Pflichtzutaten – Zucchini, Zitrone und Pinienkerne – mussten verarbeitet werden. Koall entschied sich für Ravioli. Das Problem? Die gefüllten Teigtaschen landeten erst drei Minuten vor der Abgabe im Topf. „Ich dachte, ich packe es nicht und renne da herum, wie ein aufgescheuchtes Huhn“, gibt sie selbst zu. Für die Zuschauer wirkte sie jedoch souverän und gelassen – ihr Trick: Sie stellte sich vor, eine Personalratssitzung zu moderieren. Denn Koall arbeitet seit 20 Jahren im Jobcenter der Stadt Frankfurt, betreut Wohnungslose und Suchtabhängige und ist dort im Personalrat aktiv.
Vorbereitung war alles! Jedes Gericht hat Koall zweimal probegekocht – als Testesser fungierten Nachbarn, Freunde und ihr Mann. Der hatte stets gewarnt: „Kochen kannst du, aber die Zeit…!“ Tja, am Ende hat sie ihn eines Besseren belehrt.
Mit im Gepäck nach Hamburg, wo die Sendungen an 2,5 Drehtagen aufgezeichnet wurden, hatte Koall das Kochbuch „Die Küchenschlacht: Das Beste aus 15 Jahren“ – eine Idee ihrer Tochter. Alle Juroren, die als TV-Köche auftraten, haben sich dort mit Unterschriften und Grüßen verewigt. Ein echtes Erinnerungsstück!
Aufgewachsen am Küchentisch ihrer Großmutter aus Böhmen, entdeckte Koall mit 16 Jahren im Internat ihre Leidenschaft fürs Kochen. Heute kocht sie vorwiegend nach Grundrezepten – „aus der Lamäng und nach Gefühl“ – und probiert gerne Neues aus. Durch die „Küchenschlacht“ ist sie außerdem zur vegetarischen Küche gekommen. Regional und saisonal einkaufen ist ihr wichtig: „Erdbeeren kommen bei mir nur zur Erntezeit und von einem benachbarten Erdbeerbauern auf den Tisch.“
Ihr einziger kulinarischer Feind? Meerrettich. Und ihr persönlicher Endgegner in der Küche? Steak – wobei auch da die Sendung ihr einiges beigebracht hat.
Neben dem Kochen bastelt die Wallauerin gerne: Sie gestaltet Deko aus Gipsgemisch und arbeitet mit einem Plotter. Mit der Schneidemaschine hat sie auch das Logo „Queen of the kitchen“ für ihre Küchenschlacht-Schürze selbst entworfen. Passender Titel für eine echte Siegerin!
„Teilzunehmen, war eine totale Bereicherung, ich habe so nette Menschen kennengelernt“, schwärmt Koall. Mit den anderen Kandidaten ist sie nach den Drehtagen noch essen gegangen – der Kontakt besteht bis heute. Und ja: Das Publikum vor Ort darf die Reste der gekochten Gerichte verspeisen. Ganz nach dem Motto „no food waste“ – nichts wird verschwendet. Genauso wie Cornelias Talent!
Wir drücken der Wallauerin für die „ChampionsWeek“ die Daumen – ihr auch? Dann lasst es uns wissen!






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