
Ein riesiger Waldbrand im belgischen Hohen Venn treibt Rauch bis nach Hessen. Warnungen für mehrere Kreise – aber keine Gefahr für die Bevölkerung.
Habt ihr das auch gerochen? Am Sonntag, den 16. August, bemerkten viele Menschen in Südhessen einen ungewöhnlichen Brandgeruch in der Luft – und der kommt von weit her. Im belgischen Naturschutzgebiet Hohe Venn, nahe der deutschen Grenze, wütet eine gigantische Feuerwalze. Starke Winde treiben den Rauch bis nach Hessen – das ist kein lokales Problem, das ist ein Naturereignis mit riesiger Reichweite!
Der Rauchgeruch sorgte für echte Verwirrung: Bei der Feuerwehr Darmstadt gingen am Sonntagnachmittag in kürzester Zeit zahlreiche Anrufe von besorgten Menschen ein. Kein Wunder – wenn es plötzlich nach Brand riecht und kein Feuer in Sicht ist, macht man sich natürlich Gedanken. Die Behörden haben deshalb schnell reagiert und Warnmeldungen herausgegeben.
Betroffen von den offiziellen Warnungen sind laut Hessenschau der Rheingau-Taunus-Kreis, die Landkreise Groß-Gerau und Darmstadt-Dieburg sowie die Stadt Darmstadt. Die Meldungen informieren über die Geruchsbelästigung und eine mögliche eingetrübte Sicht in der Region.
Jetzt die wichtigste Info für alle, die sich Sorgen machen: Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung in Hessen! Der Rauchgeruch ist zwar lästig, aber ungefährlich. Auch Rauchwolken aus Bränden in NRW und Rheinland-Pfalz sind über die Region hinweggezogen – sie sind ebenfalls unbedenklich für die Menschen hier.
Die Lage nahe der deutschen Grenze wird genau beobachtet. Die Feuerwehr der Eifelstadt Monschau, die direkt an der belgischen Grenze liegt, hat am Sonntag Vertreter ins Waldbrandgebiet entsandt, um sich ein genaues Bild zu machen. Für den späten Nachmittag war nach deren Rückkehr eine weitere Lagebesprechung geplant.
Trotz des massiven Waldbrandes auf belgischer Seite hält die Stadt Monschau eine Evakuierung bislang nicht für notwendig – dabei wären rund 5.000 Bewohner betroffen. Sowohl die Stadt als auch die Feuerwehr betonen jedoch klar: Sollte sich die Lage verändern, wird die Einschätzung sofort angepasst. Die Feuerfront ist laut Stadt noch 1,8 Kilometer von der nächsten deutschen Bebauung entfernt.
Am Morgen des gleichen Tages hatte die Feuerwehr zunächst gemeldet, den Einsatz bereits heruntergefahren zu haben und lediglich 20 Personen als Reserve vorzuhalten – doch die Lage bleibt angespannt und wird weiter beobachtet.
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