
Waldbrand bei Gernsheim im Kreis Groß-Gerau: Eine Flugzeugbesatzung entdeckte das Feuer, ein Polizeihubschrauber half mit Wärmebildkamera bei der Suche nach…
Was für ein Einsatz im Kreis Groß-Gerau! Am Dienstagnachmittag, 4. August, rückte die Feuerwehr gegen 17 Uhr zu einem Waldbrand im Stadtwald bei Gernsheim-Allmendfeld aus – alarmiert unter dem Stichwort „Waldbrand und Rauchentwicklung im Stadtwald“. Entdeckt wurde das Feuer dabei nicht von unten, sondern von oben: Eine Flugzeugbesatzung bemerkte beim Überfliegen des Gebiets eine Rauchentwicklung und meldete diese über die Deutsche Flugsicherung. Schon auf der Anfahrt war die aufsteigende Rauchsäule für die Einsatzleitung gut zu erkennen.
Vor Ort zeigte sich: Ein Abschnitt von zehn bis 20 Metern stand in Flammen, insgesamt war eine Fläche von rund 200 Quadratmetern betroffen. Nach dem Ablöschen wurde das gesamte Gebiet gründlich nachbearbeitet und trockengelegt. Für die Wasserversorgung während der Löscharbeiten arbeitete die Feuerwehr mit Hessenwasser zusammen und nutzte zudem das Beregnungssystem örtlicher Landwirte – so stand laut den Einsatzkräften ausreichend Wasser zur Verfügung.
Zusätzlich unterstützte ein Polizeihubschrauber die Bodenkräfte aus der Luft. Der Hubschrauber wurde angefordert, weil er mit seiner Wärmebildkamera von oben gezielt Brandstellen ausmachen und die Feuerwehr dorthin lotsen kann. Am Ende bestätigte die Maschine: Die Einsatzkräfte am Boden hatten bereits die richtige Stelle gefunden – und es gab keine weiteren Glutnester im Wald. Entwarnung also!
Die hohen Temperaturen stellten die Einsatzkräfte vor zusätzliche Herausforderungen. Die Feuerwehr sorgte frühzeitig für Getränke und löste die Kameradinnen und Kameraden regelmäßig ab – auch mithilfe der Klimaanlagen in den Einsatzfahrzeugen. Außerdem hatte die Stadt bereits im Vorfeld in eine zweite Garnitur spezieller, dünnerer Schutzkleidung investiert, die für den Einsatz bei Vegetationsbränden zugelassen ist. Eine wichtige Vorbereitung, die sich auszahlt!
Wäre das Feuer größer ausgefallen, hätte man auf Kräfte aus Nachbarkommunen zurückgreifen können. Auch der Landkreis ist mit entsprechenden Konzepten, Fahrzeugen und Technik für größere Szenarien gerüstet – gebraucht wurde das an diesem Tag jedoch nicht. Wie es zu dem Brand kam, ist bislang unklar.
Der Einsatz bei Gernsheim zeigt: Wenn die Temperaturen steigen, steigt auch das Risiko für Waldbrände in unserer Region. Umso wichtiger, dass Feuerwehr, Polizei und weitere Partner Hand in Hand arbeiten – vom Boden bis in die Luft. Radio Frankfurt hält euch weiter auf dem Laufenden, wenn es Neuigkeiten aus dem Main-Gebiet gibt. Jetzt reinhören und immer up to date bleiben!






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