
Die 43. Judo-Sommerschule in Nieder-Roden zieht 80–90 Judoka aus 5 Bundesländern an – mit Weltmeisterin Anna Maria Wagner als Trainerin ab Mittwoch.
Was für ein Sommer-Event im Main-Gebiet! In Nieder-Roden läuft seit Montag die 43. Judo-Sommerschule – und die hat es in diesem Jahr richtig in sich. Zwischen 80 und 90 Judoka aus 26 Vereinen und gleich fünf Bundesländern sind angereist, um gemeinsam zu trainieren, Techniken zu verfeinern und die einzigartige Atmosphäre dieser Traditionsveranstaltung zu erleben. Das Beste daran? Ab Mittwoch steigt keine Geringere als die zweifache Judo-Weltmeisterin Anna Maria Wagner mit ins Trainerteam ein. Sie zählt zu den erfolgreichsten deutschen Judoka überhaupt!
Den Auftakt machte Axel Salecker, Vorsitzender des 1. Judo-Club Nieder-Roden/Rodgau, der die Teilnehmenden am Montagmorgen um 10 Uhr offiziell begrüßte. Erstmals vor 46 Jahren ins Leben gerufen, findet die Sommerschule jetzt zum 43. Mal statt – eine echte Institution!
Das Highlight des Trainerteams ist in diesem Jahr Yoshihiko Iura, der eigens aus Island angereist ist. Er trägt den 8. Dan Kodokan – den höchsten regulären Meistergrad des Kodokan, einem Institut in Tokio, das als Ursprungsschule des modernen Judo gilt. Iura bereist aktuell ganz Europa und gibt dort Lehrgänge. In Nieder-Roden bringt er den Judoka zunächst wettkampfnahe Techniken bei: Haltegriffe, Hebeltechniken und Würgetechniken stehen auf dem Programm. Unterstützt wird er dabei von Ernst Zimmerer (4. Dan). Ab Mittwoch rücken dann die Kata der Geschmeidigkeit in den Fokus – choreografierte Bewegungsabläufe, die Techniken in ihrer reinsten Form ohne Wettkampfdruck vermitteln.
Die weiteste Anreise hat übrigens nicht nur Iura aus Island hinter sich: Auch eine Teilnehmerin aus Norwegen ist dabei – und die geht laut Vorsitzendem Salecker „auf die 80 zu“. Das zeigt: Judo kennt kein Alter!
Die Sommerschule ist mehr als nur Sport. In der Sporthalle liegen satte 768 Quadratmeter Judomatten – tagsüber wird darauf trainiert, nachts schlafen die Teilnehmenden auf denselben Matten im angrenzenden Zeltlager der Pfadfinder. Das sorgt für ein echtes Lagerfeuer-Feeling und verbindet Generationen miteinander.
Kinder ab sechs Jahren trainieren Seite an Seite mit erfahrenen Judoka, unabhängig vom Gürtel. Ob weiß, gelb oder braun – hier trainieren alle gemeinsam. Vorsitzender Axel Salecker bringt den Geist der Veranstaltung perfekt auf den Punkt: „Jeder macht mit, was er kann, wir verlangen von keinem einen Salto.“ Neben dem Training gehören gemeinsames Grillen, Camping und der Austausch zwischen Tagesgästen, Betreuern und Vereinsmitgliedern zum bunten Programm.
Die 43. Judo-Sommerschule in Nieder-Roden ist ein echtes Aushängeschild für den regionalen Sport. Weltklasse-Training, internationale Gäste, eine legendäre Lagerfeier-Atmosphäre und dazu eine Weltmeisterin live auf der Matte – das macht diesen Sommer besonders. Wir von Radio Frankfurt – Der Sound der Weltstadt – sind begeistert von solchen Geschichten direkt aus unserer Region. Macht weiter so, Nieder-Roden! 🥋






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