
Ferdi Myumyunov kehrt zu den Sportfreunden Seligenstadt zurück. Der Ex-Profi aus Bulgarien und Albanien will mit dem Team den Aufstieg in die Hessenliga…
Gute Nachrichten aus der Fußball-Verbandsliga Süd! Torhüter Ferdi Myumyunov ist zurück bei den Sportfreunden Seligenstadt. Nach einem Jahr bei der SG Bad Soden kehrt der 34-Jährige zu seinem Herzensverein zurück – und macht dabei keinen Hehl daraus, wie er sich fühlt: „Ich bin in die Heimat zurückgekehrt“, sagt Myumyunov. Eine lange Eingewöhnungszeit brauchte er nicht. Kein Wunder, denn von 2023 bis 2025 war er bereits für die Sportfreunde aktiv. „Die Sportfreunde sind für mich in Deutschland so etwas wie der Heimatverein, der mir am Herzen liegt“ – klarer kann man das kaum sagen!
Der Neustart läuft direkt vielversprechend. Im ersten Ligaspiel der neuen Saison holten die Sportfreunden Seligenstadt beim starken Aufsteiger SV Bosnien/Herzegowina Frankfurt einen 2:1-Sieg – und das, obwohl das Team nach einer Gelb-Roten Karte für Marvin Heinz die letzten 30 Minuten in Unterzahl spielen musste. Myumyunov lobt seine Mannschaft ausdrücklich: „Wir haben als Mannschaft in dieser Phase richtig gut gekämpft und verdient drei Punkte geholt.“
Jetzt steht das erste Heimspiel der Saison an: Der SC Dortelweil kommt zu Besuch – und der verlor zum Auftakt gegen Bad Homburg mit 1:4. Myumyunov gibt die Marschrichtung vor: „Wir sind Favorit gegen Dortelweil und wollen nach den ersten beiden Spielen sechs Punkte haben.“ Das Ziel ist klar!
Wer denkt, Ferdi Myumyunov ist ein ganz normaler Amateurfußballer, der täuscht sich gewaltig. Der Torhüter blickt auf eine beeindruckende Profikarriere zurück. Er spielte in der ersten und zweiten bulgarischen Liga sowie bei zwei Vereinen in der albanischen ersten Liga. Als junger Keeper stand er sogar im Kader von Lokomotive Plowdiw – einem Klub, der damals in der Champions-League-Qualifikation aktiv war. „Die schönste Station für mich war in Albanien“, blickt Myumyunov zurück. Mit einem seiner albanischen Vereine wurde er Vierter in der ersten Liga.
Der Schritt nach Deutschland kam 2022 – gemeinsam mit seiner Frau entschied er sich für einen „radikalen Schnitt“. Seitdem lebt Myumyunov in Offenbach, wo er einen Hausmeisterservice betreibt. In Deutschland spielte er bislang für den Hanauer SC, den VfB Offenbach, die SG Bad Soden – und jetzt wieder für seine Sportfreunde Seligenstadt. Ein erster Kurzausflug nach Deutschland war übrigens schon 2020 bei Türk Gücü Friedberg geplant, doch Corona machte ihm damals einen Strich durch die Rechnung, bevor er auch nur ein Spiel bestritt.
Nach zwei dritten Plätzen und knapp verpassten Aufstiegen in den vergangenen Saisons ist der Hunger in Seligenstadt groß. Auch bei Bad Soden erlebte Myumyunov zuletzt eine bittere Erfahrung: Als Vizemeister der Verbandsliga Nord scheiterten die Bad Sodener trotz Relegationsteilnahme am Aufstieg. Dieser Wunsch nach mehr soll jetzt in Seligenstadt endlich erfüllt werden.
„Wenn es geht, wollen wir direkt aufsteigen, mindestens die Relegation erreichen“, sagt Myumyunov – und schaut dabei auch auf die Konkurrenz: „Aber auch andere Vereine, wie etwa der SV Pars, haben starke Transfers getätigt.“ Das Endziel ist für den erfahrenen Schlussmann dennoch klar definiert: „Unser Wunsch ist auf jeden Fall die Hessenliga.“ Ein Sieg gegen Dortelweil wäre der nächste Schritt auf diesem Weg. Wir drücken die Daumen!






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