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Vom Vorstadtkicker zur Nationalelf: Die Geschichte des Younes Ebnoutalib

Younes Ebnoutalib wird Nationalspieler – Klopp lobt den Frankfurter Shootingstar, während Andreas Möller die schnelle Berufung kritisch sieht.

Redaktion
·
3. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 4 Stunden

Ein Frankfurter Junge macht auf einmal große Schlagzeilen

Der Sound der Weltstadt bringt diese Woche eine echte Frankfurter Fußball-Story mit nach Hause! Younes Ebnoutalib, 23 Jahre alt, Sohn marokkanischer Eltern und waschechter Frankfurter, ist Nationalspieler geworden. Beim 1:1 der deutschen Auswahl gegen die Niederlande wurde der Eintracht-Stürmer nach 30 Minuten für den verletzten Kai Havertz eingewechselt – sein allererstes Länderspiel. Bundestrainer Jürgen Klopp war danach voll des Lobes: „Er war top“, sagte Klopp nach seinem Einstand als neuer Bundestrainer.

Vom Verbandsliga-Kicker zum Shootingstar

Was diese Geschichte so besonders macht: Ebnoutalib war als Teenager nie in einem großen Leistungszentrum. Weder die Eintracht noch Mainz 05 holten ihn – er kickte für kleine Frankfurter Vorstadtvereine, ehe ihn der SV Wehen unter Vertrag nahm. Danach ging es für ihn sogar runter in die Verbandsliga zu Rot-Weiss Frankfurt. Über den FC Gießen in der Regionalliga und einen Zweitliga-Treffersturm bei Elversberg mit 12 Toren in 17 Spielen fand er schließlich zurück in seine Heimatstadt – die Eintracht überwies in der Winterpause 2024/25 fast zehn Millionen Euro Ablöse.

Gleich im ersten Bundesligaspiel traf er in seiner Heimatstadt zum 3:3 gegen Borussia Dortmund. Danach kam der Dämpfer: eine schwere Knieverletzung und wenig Einsatzzeit unter dem damaligen Trainer. Erst mit Adi Hütter als neuem Eintracht-Coach und weil ein geplanter Stürmer-Transfer von Sportvorstand Markus Krösche nicht zustande kam, bekam Ebnoutalib seine Chance als Nummer 2 im Angriff – und nutzte sie. Am ersten Bundesligaspieltag der neuen Saison schoss er gegen Union Berlin alle drei Frankfurter Tore zum 3:3.

Klopp will seinen Shootingstar schützen

Dass Jürgen Klopp auf den Frankfurter setzt, kommt nicht von ungefähr. Der Bundestrainer soll beim Eintracht-Training so angetan von Ebnoutalib gewesen sein, dass er ihn direkt fragte, ob er nicht für Deutschland statt für Marokko auflaufen wolle. Nach seinem Debüt gegen die Niederlande stand der Frankfurter beim 0:1 gegen Griechenland in Augsburg sogar schon in der Startelf.

Nicht alle sehen die rasante Entwicklung unkritisch. Der frühere Weltmeister und Ex-Eintracht-Profi Andreas Möller hat die schnelle Nominierung hinterfragt. In einem Interview, über das t-online.de berichtet, sagte Möller: „Nicht falsch verstehen: Ich freu‘ mich riesig für ihn, das ist sensationell. Aber nach neun Bundesliga-Spielen? Früher hast du Jahre gebraucht, um in die Nationalelf zu kommen.“ Beim Sturmduo mit Jonathan Burkardt bei der Eintracht sieht Möller den Frankfurter dagegen in bester Gesellschaft: „Die beiden sind sehr schwer auszurechnen. Sie können köpfen, sie können schießen, sie können Doppelpässe, sie können hinterlaufen. Da ist alles drin.“

Frankfurter Sturmduo liefert ab

Das Duo Ebnoutalib/Burkardt hat in dieser Bundesligaspielzeit nach vier Spieltagen bereits sieben Tore zusammen erzielt. Kein Wunder also, dass Klopp seinen jungen Angreifer in Schutz nimmt und weiter auf ihn setzt – trotz der Diskussionen um die schnelle Berufung. Für den Frankfurter Jungen, der sich durch Regionalliga, einen gescheiterten Italien-Ausflug und Verletzungspech kämpfen musste, geht der Traum vom Nationalspieler jetzt erst richtig los.

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