
Nathaniel Brown rührt SGE-Stürmer Younes Ebnoutalib mit emotionaler Rede beim DFB-Team – die Medaillen-Übergabe sorgt für einen besonderen Frankfurter Moment.
Das ist mal eine Geschichte, die euch warm ums Herz macht! Erst vor wenigen Monaten standen Nathaniel Brown und Younes Ebnoutalib noch gemeinsam für Eintracht Frankfurt auf dem Platz. Brown ist längst zum FC Bayern München weitergezogen, Ebnoutalib stürmt weiter für unsere SGE. Und jetzt, im DFB-Trikot, sind die beiden wieder vereint – und Brown hat dabei für einen Moment gesorgt, den Ebnoutalib so schnell nicht vergessen wird.
Wie absolutfussball.com berichtet, überreichte Brown dem 23-jährigen Frankfurter Stürmer nach dessen Debüt für die deutsche Nationalmannschaft die traditionelle DFB-Medaille, die jeder Spieler nach seinem ersten Länderspiel-Einsatz bekommt. Das Besondere: Brown hielt dabei vor der versammelten Mannschaft eine kleine Rede an seinen alten Weggefährten.
Beim gemeinsamen Essen der Nationalmannschaft erhob sich Brown und sprach Ebnoutalib direkt an. Er erinnerte daran, dass der Stürmer vor zwei Jahren noch in der Regionalliga spielte, und lobte dessen starken Auftritt gegen die Niederlande, wo Ebnoutalib nach seiner Einwechslung überzeugte. Laut absolutfussball.com sagte Brown unter anderem, Ebnoutalib könne extrem stolz auf sich sein und habe das „überragend gemacht“.
Erst hörte Ebnoutalib etwas zurückhaltend zu, doch dann konnte er das Grinsen nicht mehr verbergen. Als Brown ihm die Medaille überreichte, gab es großen Applaus vom gesamten DFB-Team und eine herzliche Umarmung. Das Sound der Weltstadt kennt eben auch leise, emotionale Töne – und dieser Frankfurter Moment im DFB-Team ist einer davon.
Nach seinem Startelf-Debüt gegen die Niederlande stand Ebnoutalib auch im Spiel gegen Griechenland in der Anfangsformation, das Deutschland allerdings mit 0:1 verlor. Trotzdem bleibt die Bilanz seines Nationalmannschafts-Einstiegs beeindruckend. Wie wir bereits in einem früheren Beitrag über den steilen Aufstieg des Stürmers berichtet hatten, führte sein Weg über kleine Vereine, den FC Gießen und den SV Elversberg schließlich zu seinem Herzensverein Eintracht Frankfurt.
In der laufenden Bundesliga-Saison traf Ebnoutalib in den ersten vier Spieltagen viermal und führt damit die Torjägerliste an. Diese Form brachte ihm die erste Nominierung von Bundestrainer Jürgen Klopp für die A-Nationalmannschaft ein.
Wie stark der Auftritt des Frankfurters war, zeigte eine kuriose Szene auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Laut absolutfussball.com vergaß Bundestrainer Jürgen Klopp Ebnoutalib zunächst, als er die deutschen Debütanten aufzählte. Erst nach einem Hinweis erklärte Klopp, er vergesse, dass es für Ebnoutalib überhaupt ein Debüt gewesen sei, weil er so gut gespielt habe.
Mit seinem Einsatz für Deutschland hat Ebnoutalib zugleich eine endgültige Entscheidung getroffen. Wegen seiner marokkanischen Wurzeln wäre grundsätzlich auch eine Nationalmannschaftskarriere für Marokko denkbar gewesen. Diese Tür ist nun geschlossen, da die FIFA-Regeln einen Verbandswechsel nur erlauben, wenn der Spieler bei seinem letzten Pflichtspieleinsatz für die bisherige Auswahl noch keine 21 Jahre alt war. Ebnoutalib war bei seinem DFB-Debüt bereits 23.
Von der Regionalliga bis zur Medaillen-Übergabe im DFB-Team – die Geschichte von Younes Ebnoutalib schreibt sich weiter. Und dass ausgerechnet sein alter Eintracht-Kumpel Nathaniel Brown ihm diesen besonderen Moment beschert hat, macht die Sache nur noch schöner. Wir bleiben dran an der Geschichte unseres Frankfurter Shooting-Stars!






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.