
Die Verpackungssteuer in Frankfurt ist vorerst vom Tisch – die Stadt sucht jetzt gemeinsam mit Verbänden und Gastronomie nach schlankeren Alternativen gegen…
Wer kennt das nicht? Schönes Wetter auf dem Römerberg, ein Kaffee to go in der Hand – und danach stapeln sich die Becher und Verpackungen in überfüllten Mülleimern. Genau das nervt viele Frankfurter, und die Stadt will es endlich angehen. Doch ein konkretes Mittel, die Verpackungssteuer, ist vorerst vom Tisch. Frankfurt sucht jetzt nach neuen Wegen, um dem Verpackungsmüll Herr zu werden.
Die Stadt Frankfurt befindet sich aktuell im Austausch mit verschiedenen Gastronomieverbänden, der IHK und weiteren Verbänden – und das Ziel ist klar: Alternativen zu einer klassischen Verpackungssteuer finden. Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodriguez (Grüne) machte in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung deutlich, dass bisher noch nichts festgelegt worden sei. Der Dialog läuft, die Lösung steht aber noch aus.
Klar ist: Eine Abgabe mit deutlich weniger Verwaltungsaufwand soll geprüft werden. Denn genau das war einer der großen Kritikpunkte an der ursprünglich diskutierten Verpackungssteuer – zu viel Bürokratie, zu viel Aufwand für Gastronomen und Verwaltung gleichermaßen. Das will Frankfurt smarter angehen.
Frankfurt wächst, Frankfurt lebt – und Frankfurt produziert Müll. Gerade in der Innenstadt, wo täglich tausende Menschen unterwegs sind und schnell einen Kaffee oder ein Sandwich mitnehmen, landet Verpackungsmüll zu oft auf Straßen und überfüllten Abfallbehältern statt im richtigen Container. Das Stadtbild leidet, die Umwelt leidet – und das wollen weder die Stadt noch die Frankfurterinnen und Frankfurter so hinnehmen.
Die Frage, wie man das Problem löst, ohne die Gastronomie mit unzumutbarem Mehraufwand zu belasten, ist dabei entscheidend. Restaurants, Cafés und Imbisse stehen nach wie vor unter Druck – eine weitere bürokratische Last wäre für viele schwer zu stemmen. Genau deshalb setzt Frankfurt auf Dialog statt Diktat.
Konkrete Ergebnisse aus den laufenden Gesprächen zwischen Stadt, Gastronomieverbänden und der IHK gibt es noch nicht. Die Debatte zeigt aber: Frankfurt nimmt das Müllproblem ernst und ist bereit, kreativ nach Lösungen zu suchen – auch wenn der einfachste Weg, die Verpackungssteuer, aktuell nicht weiterverfolgt wird. Welche Alternativen am Ende tatsächlich umgesetzt werden, bleibt spannend.
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