
TV Petterweil startet am 19. September beim Top-Favoriten HSG Groß-Bieberau/Modau in die Regionalliga-Saison 2026/27.
Der Saisonstart läuft beim TV Petterweil diesmal richtig anders! Während die Regionalliga an diesem Wochenende in die Spielzeit 2026/27 startet, müssen sich die Handballer aus dem Karbener Vorort noch gedulden. Der eigentlich erste Gegner, die MSG Körle/Guxhagen, hat sich aufgrund eines personellen Engpasses aus Hessens höchster Spielklasse zurückgezogen. Damit zählt die Liga jetzt nur noch 13 Teams – und der TVP steigt erst am 19. September bei der hochgehandelten HSG Groß-Bieberau/Modau in die neue Saison ein. Eine echte Hammer-Aufgabe zum Auftakt!
Trainer Martin Peschke, der seit 2018 beim TVP in der Verantwortung steht und nun in seine zehnte Saison geht, macht aus seiner Zurückhaltung keinen Hehl: „Ich war immer froh, zu Hause starten zu können. Da haben wir meist einen erfolgreichen Start hingelegt, der uns getragen hat. Diesmal wird das eine andere Nummer, denn wir müssen direkt zum Top-Favoriten.“ Das erste Heimspiel folgt dann erst am 27. September gegen den Aufsteiger HSG Dotzheim/Schierstein.
Die Vorbereitung lief längst nicht so rund, wie Peschke es sich gewünscht hätte. Berufs- und urlaubsbedingt war die Trainingsbeteiligung oft dünn – mannschaftstaktisches Arbeiten blieb häufig auf der Strecke. Immerhin: Das Trainingslager Ende August ging in nahezu vollständiger Besetzung über die Bühne.
Die Testspiele zeigten aber klare Defizite. Niederlagen gegen die Drittligisten Münster (23:30) und Rodgau Nieder-Roden (30:34) sowie gegen den Südwest-Regionalligisten Osthofen (35:36) und Ligakonkurrent Breckenheim (23:24) stehen zu Buche. Immerhin gab es ein 35:35-Remis gegen den Südwest-Viertligisten RN Bingen und einen 29:18-Sieg im zweiten Duell gegen Osthofen. Die Generalprobe missglückte dann mit einem deutlichen 23:31 in Breckenheim komplett. Peschkes Gefühl vor dem Auftakt sei „schlechter denn je“ – klare Worte vom erfahrenen Coach.
Beim Kader setzt der TVP weitgehend auf eingespielte Kräfte. Die Abgänge wurden positionsgetreu ersetzt: Torhüter Niklas Angnes wechselte zur SG Saulheim, Rechtsaußen Fynn-Nicolai Saam zog es zum Hessenmeister ESG Gensungen/Felsberg.
Als neue Kräfte stoßen zwei junge Spieler dazu:
Petterweils Spielidee fußt auf einem starken Torhüter, einer kompakten Deckung und zielstrebigem Umschalten – und genau in der Abwehr hakt es noch gewaltig. Weder in der vergangenen Rückrunde noch in der Vorbereitung erreichten die Wetterauer um Abwehrchef Jonas Koffler ihr Maximum. „Wir müssen zu alter Stärke finden“, sagt Peschke klar.
Dabei bleibt das schnelle Umschalten eine echte Waffe: „Von der Geschwindigkeit her sind wir unter den Top 3 der Liga.“ Gleichzeitig arbeitet der TVP an einem weiterentwickelten Positionsangriff – das soll die Mannschaft unberechenbarer machen. Peschke erklärt den Ansatz so: „Wir haben es einfacher gestaltet, haben Ausgangssituationen mit klaren Vorgaben und leichten Laufwegen geschaffen. Wir wollen uns besser tarnen, welcher Spieler in welcher Situation die Abwehr angreift.“
Platz zwei in der Saison 2024/25 und Rang fünf in 2025/26 haben den TVP in der Liga als Team der erweiterten Spitze etabliert. Von diesem Image will Peschke aber nichts wissen: „Alles über einen einstelligen Platz hinaus ist Bonus. Mit Rang neun wäre ich zufrieden.“ Ligaerhalt hat Priorität – vor allem angesichts des schwierigen Auftakts und der durchwachsenen Vorbereitung.
Ein kleines Lichtblick gibt es dann doch noch: Zum Auftakt am 19. September stehen alle Akteure zur Verfügung. Wenn Peschke auch in dieser Saison den Hebel rechtzeitig umlegen kann, ist für die Karbener Vorstädter durchaus mehr drin. Wir drücken die Daumen – los geht’s, TVP!






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