
Eintracht Frankfurt feiert den ersten Saisonsieg: Beim FSV Mainz 05 gewinnen die Adler 3:1 – Burkardt und Uzun treffen, Atubolu hält einen Elfmeter.
Was für ein Auftritt! Eintracht Frankfurt hat beim FSV Mainz 05 den ersten Saisonsieg eingefahren – und zwar verdient mit 3:1 (2:0). Der Sound der Weltstadt hallte am 12. September laut durch das Rhein-Main-Gebiet: Burkardt und Uzun machten den Unterschied, Trainer Adi Hütter stellte mutig um – und die Adler belohnten sich. Vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp zeigte die SGE eine reife Leistung.
Schon am dritten Spieltag überraschte Eintracht-Coach Hütter mit einem taktischen Umbau: Statt einer Viererkette schickte er seine Mannschaft mit einer Dreierkette ins Nachbarschaftsduell. Zwei Schienenspieler, nur ein echter Stürmer vorne drin – ein für Hütter eher untypischer Defensivansatz. Youngster Jeremiaha Maluze stand dabei von Beginn an in der Startelf und bestritt seinen zweiten Bundesliga-Einsatz in dieser Saison. Topscorer Younes Ebnoutalib (drei Treffer, eine Vorlage) musste zunächst auf die Bank. Außerdem feierte Noel Aseko sein Eintracht- und Bundesliga-Debüt im zentralen Mittelfeld – und machte seine Sache richtig gut: präsent, umtriebig, mutig.
Die Eintracht kam stark aus den Startlöchern. Nach einem Pfosten-Warnschuss von Ritsu Doan in der 6. Minute leitete ebenjener Doan drei Minuten später die Führung ein. Er schickte Jonathan Burkardt auf die Reise, der – begleitet von Pfiffen seiner ehemaligen Fans – querlegte, und Can Uzun schob cool ein (9.). Burkardt, der Oldschool-Neuner an alter Wirkungsstätte, jubelte dabei bewusst nicht.
Mainz hatte zwar mehr Ballbesitz, konnte damit aber lange nichts anfangen. In der 43. Minute erkämpften sich die Gastgeber einen Elfmeter – doch Frankfurt-Keeper Noah Atubolu parierte den Strafstoß von Nadiem Amiri stark. Auch der Nachschuss aus sechs Metern blieb drin: Phillip Tietz setzte den Ball kläglich daneben. Statt Ausgleich gab es kurz vor der Halbzeit sogar das 2:0: Burkardt verwertete einen Befreiungskopfball von Maluze eiskalt ins Eck (45.+1) – ein Tor wie aus dem Lehrbuch, trocken und abgezockt.
Nach der Pause versuchten die Mainzer mehr – doch die Eintracht-Defensive hielt stand. Atubolu war erneut ein sicherer Rückhalt, Maluze verteidigte überzeugend, Kapitän Robin Koch dirigierte die Dreierkette souverän. Und vorne? Da wurde es richtig schön. Ein schnell ausgeführter Einwurf leitete das 3:0 ein: Über Doan und den gerade eingewechselten Mario Götze kam der Ball zu Uzun, der nur noch einschieben musste (60.). Eine schnelle, sehenswerte Kombination – und die Partie war entschieden. Der Ehrentreffer von Tietz in der 89. Minute kam für Mainz deutlich zu spät.
Dieser Dreier hat eine besondere Bedeutung: Es war der erste Eintracht-Sieg in Mainz seit Januar 2021 – damals ebenfalls unter Trainer Adi Hütter. Und es war der erste Bundesliga-Dreier seit Mitte April. Da fiel auf hessischer Seite eine ganze Menge Last ab. 33.305 Zuschauer waren dabei – und die Eintracht-Fans durften in vollen Zügen feiern.
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