
Ein Tornado fegte am 19. August durch Mittelhessen: In Wetzlar wurden rund 60 Häuser beschädigt, in Laubach mussten Anwohner wegen eines Gastanks evakuiert…
Krasses Wetter in Hessen! Am Mittwochabend (19. August) hat ein heftiges Unwetter zahlreiche Gebäude in Mittelhessen beschädigt – und das sind keine kleinen Kratzer. Die Schäden sind massiv, ganze Dachstühle wurden angehoben, und mehrere Häuser sind schlicht nicht mehr bewohnbar. Meteorologen des Hessischen Rundfunks sprechen von einem Tornado, der sich am Abend gebildet hat. Experten des Deutschen Wetterdienstes nutzen den Begriff Windhose synonym dazu.
Besonders heftig hat es den Lahn-Dill-Kreis erwischt. In Wetzlar sind laut Feuerwehr rund 60 Häuser betroffen. Die Schäden reichen von einzelnen fehlenden Dachziegeln bis hin zu komplett abgedeckten Dächern. Und das ist nicht alles: Teile der Dächer seien bis zu 100 Meter weit geflogen – das macht deutlich, mit welcher Gewalt das Unwetter über die Region hinweggefegt ist.
Auch im benachbarten Solms, ebenfalls im Lahn-Dill-Kreis, sind Gebäude betroffen. Ein Polizeisprecher bestätigte die Schäden und vermutet eine Windhose als Ursache. In einigen Fällen seien ganze Dachstühle angehoben worden – mit der Folge, dass diese Häuser unbewohnbar sind. Für die betroffenen Familien eine erschütternde Situation.
In Laubach im Landkreis Gießen kam es zu einem weiteren gefährlichen Vorfall: Ein umgestürzter Baum beschädigte dort einen Gastank in einem Wohnhaus. Die Polizei meldete am frühen Morgen, dass Gas austrete und ein Feuerwehreinsatz laufe. Auch wenn laut Polizei keine direkte Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe, wurde der Bereich im Umkreis von 200 Metern vorsichtshalber evakuiert.
Die Anwohnerinnen und Anwohner wurden während der Arbeiten in ein Gemeinschaftshaus gebracht. Über die Warnapp NINA wurden die Menschen in der Region informiert und aufgefordert, das betroffene Gebiet zu meiden sowie auf offene Flammen – zum Beispiel brennende Zigaretten oder Streichhölzer – zu verzichten. Der Gastank soll abgepumpt werden.
Das Unwetter forderte auch auf den Straßen seinen Tribut: Auf der Autobahn 485 ereignete sich infolge des Sturms ein Unfall, bei dem vier Personen leicht verletzt wurden. Das teilte ein Polizeisprecher mit. Glücklicherweise blieb es bei leichten Verletzungen – hätte aber auch schlimmer ausgehen können.
Unwetter wie dieses zeigen, wie schnell es gehen kann – gerade in unserer Region. Radio Frankfurt hält euch auf dem Laufenden, wenn es in Hessen und im Main-Gebiet wichtige Neuigkeiten gibt. Der Sound der Weltstadt begleitet euch durch ruhige und stürmische Zeiten! Jetzt reinhören und keine Nachricht verpassen.






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