
Das Theater Alte Brücke in Frankfurt bekommt 2027 doch Förderung – mindestens 50 Prozent der zuletzt bewilligten 22.000 Euro. Was steckt dahinter?
Das Theater Alte Brücke in der Kleinen Brückenstraße 5 in Sachsenhausen kann aufatmen! Nachdem das Kulturamt das Theater aus der Dreijahresförderung für 2027 bis 2029 gestrichen hatte, gibt es jetzt doch eine Lösung – und die kommt direkt aus dem Römer.
Auf Empfehlung des Theaterbeirats war das Theater Alte Brücke aus der Dreijahresförderung für den Zeitraum 2027 bis 2029 herausgefallen. Zuletzt hatte das Theater von der Stadt Frankfurt 22.000 Euro pro Jahr erhalten – kein Riesenbetrag, aber für einen kleinen Spielbetrieb schlicht überlebenswichtig. Das plötzliche Wegfallen dieser Mittel hätte das Theater in echte Schwierigkeiten gebracht.
Jetzt haben CDU, SPD, Grüne und Volt – die im Römer kooperieren – gemeinsam einen Antrag gestellt. Das Ergebnis: Es soll eine „einmalige Übergangsregelung“ geben. Das Theater und auch andere Ensembles, die aus der Dreijahresförderung gefallen sind, sollen für das Jahr 2027 mindestens 50 Prozent der zuletzt bewilligten Mittel erhalten. Eine konkrete Zahl wollte das Kulturdezernat auf Nachfrage zwar noch nicht nennen – aber mindestens 11.000 Euro sind damit für das Theater Alte Brücke gesetzt.
Stadtverordneter Christian Becker (CDU) bringt es auf den Punkt: „Künstlerische Arbeit braucht Planungssicherheit. Wer Spielzeiten, Produktionen und Arbeitsverträge vorbereitet hat, kann nicht innerhalb weniger Monate seine Planung für das nächste Jahr neu organisieren.“ Genau das ist der Kern des Problems – Theaters planen weit im Voraus. Wer mitten in der Vorbereitung einer neuen Saison plötzlich ohne Förderung dasteht, kann das nicht einfach mal eben umschiffen.
Die Übergangsregelung soll laut dem gemeinsamen Antrag „unbillige Härten, Planungslücken und Gefährdungen des laufenden Spielbetriebs vermeiden“. Die nötigen Mittel kommen direkt aus dem städtischen Haushalt – das ist also beschlossene Sache, zumindest für 2027. Denn: Die Übergangsregel gilt ausdrücklich nur für dieses eine Jahr.
Ab 2028 wird die Theaterförderung in Frankfurt neu ausgerichtet. Wie genau, das steht noch nicht fest – aber die Politik hat klargemacht, dass sie die Kulturszene der Stadt nicht einfach sich selbst überlassen will. Für das Theater Alte Brücke und die anderen betroffenen Ensembles ist das erstmal eine kleine Verschnaufpause. Wie es langfristig weitergeht, bleibt abzuwarten.
Frankfurt ohne seine kleinen, unabhängigen Theater – das wäre einfach nicht Frankfurt! Wir halten euch auf dem Laufenden, wie sich die Lage weiterentwickelt. Jetzt reinhören – bei Radio Frankfurt, dem Sound der Weltstadt!






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