
Tausende Menschen demonstrierten am 6. September auf dem Frankfurter Römerberg gegen die AfD – als Reaktion auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Der Frankfurter Römerberg hat am Abend des 6. September ein klares Bild abgegeben: Tausende Menschen versammelten sich auf dem Platz vor dem Römer, um gemeinsam die ersten Hochrechnungen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu verfolgen – und um lautstark gegen die AfD zu demonstrieren. Laut Polizeiangaben waren rund 2.000 Teilnehmende vor Ort, die Veranstalter sprachen sogar von 2.500 Menschen. Friedlich, aber deutlich: Frankfurt zeigt Haltung.
Aufgerufen zu der Demonstration hatten unter anderem Gewerkschaften. Unter dem Motto „Rechtsextremismus raus aus unseren Parlamenten“ fand zunächst eine Kundgebung auf dem Römerberg statt – anschließend zog ein Demozug durch die Frankfurter Innenstadt. Die Veranstalter hatten vorab erklärt, es gehe ihnen darum, „den Menschen die Möglichkeit zu geben, auf die vermutlich erschreckenden Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt zu reagieren und ihre Gefühle und Gedanken zu äußern.“
Viele der Teilnehmenden betonten vor Ort, sie seien gekommen, um ein klares Zeichen gegen die AfD zu setzen und sich gleichzeitig mit den Menschen in Sachsen-Anhalt solidarisch zu zeigen. Denn laut ersten Hochrechnungen landete die AfD bei der Landtagswahl mit weitem Abstand auf dem ersten Platz – der Landesverband ist vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
Einer der Redner des Abends war der ehemalige Eintracht-Präsident Peter Fischer. Seine Worte auf dem Römerberg waren unmissverständlich: „Wir hatten das schonmal 1933, und genau die selbe Methodik erleben wir jetzt hier wieder.“ Und weiter: „Wer da nicht auf die Straße geht und wer da nicht wach wird, dem kann ich wirklich nicht mehr helfen.“ Starke Worte – die den Abend auf dem Römerberg geprägt haben.
Auch aus der hessischen Landespolitik kamen noch am Abend erste Reaktionen auf die Wahl in Sachsen-Anhalt. Sören Bartol, der Landesvorsitzende der SPD Hessen, sprach von einem „schwarzen Tag“ und einer „Zäsur für die Erfolgsgeschichte unseres Grundgesetzes und der Bundesrepublik“.
Einen völlig anderen Ton schlugen die hessischen AfD-Landeschefs Robert Lambrou und Andreas Lichert an. In einer gemeinsamen Mitteilung bezeichneten sie das Ergebnis als „grandiosen Erfolg für uns als AfD“ und erklärten, der Osten Deutschlands bilde „die politische Avantgarde und der Westen wird folgen“.
Der Abend auf dem Römerberg hat gezeigt: Frankfurt lässt sich nicht gleichgültig zurücklehnen. Ob Gewerkschaftsmitglieder, Familien oder Einzelpersonen – sie alle waren gekommen, um Solidarität zu zeigen und eine klare Botschaft zu senden. Der Sound der Weltstadt war an diesem Abend ein Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt. Bleibt gespannt, wie sich die politische Lage weiterentwickelt – wir halten euch auf dem Laufenden. Jetzt reinhören!
Update: Es gibt neue Entwicklungen zu diesem Thema:






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