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Tankrabatt wackelt: Niedrigwasser am Rhein bringt Sprit-Nachschub ins Stocken

Tankrabatt-Effekt schwindet und Niedrigwasser am Rhein bremst den Sprit-Nachschub: Was das für Benzin- und Dieselpreise im Rhein-Main-Gebiet bedeutet.

Redaktion
·
6. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 8 Stunden

Doppelt Ärger an der Zapfsäule

Liebe Frankfurter, kaum ist der Tankrabatt da, macht er schon schlapp – und jetzt kommt auch noch das Niedrigwasser am Rhein dazu! Wir halten euch wie immer auf dem Laufenden, was eure Fahrt zur Zapfsäule wirklich kostet und ob ihr bald länger suchen müsst, bis der Tank wieder voll ist.

Tankrabatt schon wieder am Schmelzen

Nach Angaben des ADAC schrumpft die Entlastung durch den Tankrabatt schon wieder zusammen. Die seit 1. Oktober geltende Energiesteuersenkung habe zwar zu einem deutlichen Preisrückgang bei Benzin und Diesel geführt, doch besonders bei Super E10 seien die Preise in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen. Der Automobilclub spricht Klartext: „Damit ist ein Teil der anfänglichen Entlastungswirkung bereits innerhalb weniger Tage teilweise wieder aufgezehrt worden.“

Konkret kostete ein Liter Super E10 laut ADAC am Sonntag im Schnitt 2,137 Euro – nur noch 10,4 Cent weniger als am 30. September, also dem Tag vor Inkrafttreten des Tankrabatts. Diesel lag bei 2,253 Euro pro Liter, ein Minus von 13,7 Cent gegenüber dem Vortag der Steuersenkung. Mit dem Tankrabatt sinken die Steuersätze auf Benzin und Diesel eigentlich um jeweils rund 17 Cent pro Liter. Für den erneuten Anstieg bei Super E10 hat der ADAC übrigens keine rechte Erklärung parat: Ölpreis und Euro-Dollar-Kurs hätten sich kaum verändert. Aus Verbrauchersicht sei die Entwicklung deshalb nur schwer nachvollziehbar.

Es ist bereits der zweite Tankrabatt in diesem Jahr – nach den massiv gestiegenen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs waren die Steuern im Mai und Juni schon einmal um rund 17 Cent gesenkt worden. Auswertungen des ersten Tankrabatts zeigten, dass die Steuersenkung zwar größtenteils an die Verbraucher weitergegeben wurde. Laut Monopolkommission blieben damals aber gut 200 Millionen Euro des Entlastungsvolumens von 1,6 Milliarden Euro bei den Mineralölkonzernen hängen.

Niedrigwasser bremst den Nachschub

Und als wäre das nicht genug, macht jetzt auch noch der Rhein Probleme. Das Niedrigwasser bremst den Kraftstoff-Nachschub spürbar aus, wie Bild berichtet. Der Bundesverband Freier Tankstellen warnt bereits vor zeitweisen Ausfällen bei Benzin und Diesel. In Unkel in Rheinland-Pfalz hing an einer Aral-Zapfsäule schon ein Hinweis auf „regionale Versorgungsengpässe“. Aral bestätigte, dass es an einzelnen Tankstellen in der Region wegen des Niedrigwassers und der hohen Nachfrage vorübergehend zu Versorgungseinschränkungen kommen könne – in Unkel fehlte zuletzt nur Aral Ultimate Diesel, alle anderen Sorten waren verfügbar.

Der Grund ist simpel: Je niedriger der Rheinpegel, desto weniger können die Binnenschiffe laden. Benzin, Diesel, Heizöl und Flugkraftstoff lassen sich dadurch deutlich schwieriger transportieren. Hauptgeschäftsführer Daniel Kaddik vom Bundesverband Freier Tankstellen berichtete gegenüber Bild, bereits in der Vorwoche habe es Hinweise auf mögliche Versorgungsprobleme gegeben: An einem Freitag habe es sich bei Raffinerien gestaut, einzelne Tanklager hätten bereits angezeigt, dass Produkte zur Neige gehen. Besonders betroffen seien der Westen und Südwesten Deutschlands, wo die Versorgung stärker von Wasserstraßen abhängt – und das sind Regionen, die auch uns im Rhein-Main-Gebiet nicht ganz kaltlassen. Laut Kaddik sind dabei alle Kraftstoffarten gleichermaßen betroffen, sodass es an einigen Tankstellen durchaus dazu kommen könne, dass Benzin oder Diesel zeitweise nicht verfügbar sind.

Keine Panik – aber Augen auf

Entwarnung gibt’s trotzdem vom Mineralölverband en2x: Die flächendeckende Versorgung mit Benzin, Diesel und weiteren Produkten wie Heizöl und Kerosin in Deutschland sei gesichert. Die Branche weicht bei Engpässen auf Bahn und Lkw aus, was die Versorgung zwar aufrechterhält, aber deutlich aufwendiger ist. Nach Angaben von en2x entstehen dadurch zusätzliche Transport- und Logistikkosten – die am Ende natürlich auch wieder bei euch an der Zapfsäule landen könnten.

Unser Tipp: Vergleicht die Preise, bevor ihr tankt, und wundert euch nicht, falls mal eine Sorte an eurer Stammtankstelle kurzzeitig fehlt. Wir bleiben für euch dran am Thema – schließlich gehört’s zum besten Programm im Main-Gebiet, euch mit den wichtigsten News aus eurer Region zu versorgen. Jetzt reinhören und up to date bleiben!

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