
Tankrabatt gestartet: Spritpreise sinken zunächst deutlich, ziehen aber schon wieder leicht an. Was Autofahrer im Rhein-Main-Gebiet jetzt wissen müssen.
Liebe Pendler und Autofahrer im Rhein-Main-Gebiet, aufgepasst! Seit dem 1. Oktober gilt der neue Tankrabatt – und zum Start ging’s an der Zapfsäule richtig nach unten. Doch wie es so schön heißt: Nach dem Rabatt ist vor dem Preisanstieg. Wie die Badische Neueste Nachrichten berichten, legen die Spritpreise mittlerweile wieder leicht zu. Im Vergleich zum Morgen vor der Energiesteuersenkung sind Benzin und Diesel aber nach wie vor günstiger. Immerhin!
Seit Mitternacht zum 1. Oktober gilt für Benzin und Diesel, die Tanklager und Raffinerien verlassen, ein Steuernachlass von 16,7 Cent pro Liter. Wie die tagesschau erklärt, beträgt der eigentliche Energiesteuer-Rabatt 14,04 Cent pro Liter – weil dadurch aber auch weniger Mehrwertsteuer anfällt, kommt am Ende ein Gesamt-Nachlass von 16,7 Cent zusammen. Der Rabatt gilt bis zum 31. Dezember.
Und der Effekt war sofort spürbar: Laut Spritpreisportal Tankerkönig sackten die bundesweiten Durchschnittspreise zwischen 23:41 Uhr und 0:41 Uhr um rund 10 bis 11 Cent ab. Bis zum Morgen ging’s laut tagesschau sogar noch weiter runter – der ADAC ermittelte um 8:00 Uhr für Super E10 einen Schnitt von 2,062 Euro, satte 14,5 Cent weniger als 24 Stunden zuvor. Diesel kostete im Schnitt 2,209 Euro – 15,2 Cent günstiger als am Tag davor.
Wie der Spiegel berichtet, gab es zum Start vielerorts Superbenzin der Sorte E10 für unter 2 Euro – allerdings mit deutlichen regionalen Unterschieden. In München, Stuttgart und Leipzig gab’s viele solcher Angebote, in Berlin einige, in Hamburg nur wenige – und in Köln wurde laut Spiegel am Morgen gar keine Tankstelle unter 2 Euro angezeigt. Die bundesweiten Durchschnittspreise lagen trotzdem deutlich über der 2-Euro-Marke.
Die spannende Frage bleibt: Kommt der volle Nachlass auch wirklich bei euch an der Zapfsäule an? Eine direkte Verpflichtung dazu gibt es laut Spiegel nicht. Schon beim letzten Tankrabatt im Mai und Juni hatten laut tagesschau unter anderem das Ifo-Institut, die Monopolkommission und das Bundeskartellamt festgestellt, dass der Rabatt nicht vollständig weitergegeben wurde – die Mineralölwirtschaft bestreitet das allerdings. Der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) erwartet sogar eine sofortige und vollständige Weitergabe.
Der September war laut tagesschau mit Abstand der teuerste Tankmonat bisher. Grund dafür ist unter anderem der Iran-Krieg, der den Export von Öl und Treibstoff aus der Golf-Region einschränkt. Dazu kommen fehlende Kapazitäten bei Raffinerien und logistische Probleme, etwa durch Niedrigwasser hierzulande.
Laut Rechenbeispiel der tagesschau spart ein Dieselfahrer mit 15.000 Kilometern im Jahr und sieben Litern Verbrauch auf 100 Kilometer in den drei Monaten des Tankrabatts rund 44 Euro – vorausgesetzt, der Rabatt kommt komplett an. Ein Benziner mit 9.000 Kilometern im Jahr und acht Litern Verbrauch spart demnach etwa 30 Euro.
Der Sound der Weltstadt bleibt auch beim Tanken entspannt – zumindest ein bisschen! Schaut euch die Preise an eurer Tankstelle genau an, denn wie die tagesschau zeigt, lohnt sich der Preisvergleich gerade in größeren Städten oft im zweistelligen Centbereich. Bleibt dran, bleibt informiert – das beste Programm im Main-Gebiet hält euch auch bei den Spritpreisen auf dem Laufenden. Jetzt reinhören auf Radio Frankfurt!
Update: Es gibt neue Entwicklungen zu diesem Thema:






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