Studio-Hotline 069–669 669 0

Tage des Exils in Frankfurt: 50 Events rund um Flucht, Verfolgung und Neuanfang

Die Tage des Exils Frankfurt laufen bis 6. September 2026 mit 50 Events an 26 Orten. Jetzt alle Highlights entdecken und dabei sein!

Redaktion
·
21. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 11 Stunden

Frankfurt wird zur Bühne für ein starkes Zeichen

Bis zum 6. September 2026 verwandelt sich Frankfurt am Main in einen lebendigen Ort des Austauschs und der Erinnerung: Die Tage des Exils laden euch ein, gemeinsam über historische und ganz aktuelle Erfahrungen von Flucht, Verfolgung und Exil nachzudenken – und miteinander ins Gespräch zu kommen. 50 Veranstaltungen an 26 verschiedenen Orten im Frankfurter Stadtgebiet warten auf euch. Der Sound der Weltstadt trägt in diesen Wochen auch die Stimmen derer, die ihre Heimat verlassen mussten.

Hinter dem Programm steckt eine starke Partnerschaft: Die Hamburger Körber-Stiftung organisiert die Tage des Exils in Kooperation mit dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek – und gemeinsam mit zahlreichen Organisationen und Kultureinrichtungen der Stadt. In Ausstellungen, Diskussionen, Lesungen, Konzerten, Filmen und Performances wird das Thema Exil aus den unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet.

Eröffnung mit einer starken Schirmherrin

Den Auftakt machte am 20. August die Historikerin Irina Scherbakowa, die in der Deutschen Nationalbibliothek die „Rede zum Exil“ hielt. Als Mitbegründerin der Menschenrechtsorganisation MEMORIAL, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, hat sie sich der Dokumentation staatlicher Repression in Russland verschrieben. Ihr Engagement für die Aufarbeitung der Verbrechen des Gulag-Systems macht sie zur perfekten Schirmherrin für dieses besondere Programm. Musikalisch begleitete die international bekannte Klezmer-Band Dobranotch den Abend – moderiert von Anna Engel von hr2-kultur.

Diese Highlights solltet ihr nicht verpassen

Das Programm steckt voller besonderer Momente. Hier sind einige Highlights, die ihr euch vormerken solltet:

  • 21. August – „Lyrik mit Tiefgang“: Die belarussische Dichterin Volha Hapeyeva spricht in den unterirdischen Magazinen der Deutschen Nationalbibliothek mit Sylvia Asmus, Direktorin des Deutschen Exilarchivs 1933–1945, über Exil und das Schreiben zwischen den Sprachen.
  • 22. August – Klezmer-Zirkus Tsirk Dobranotch: Live-Musik, Akrobatik, Humor und jiddisches Theater verschmelzen zu einer einzigartigen Performance über Migration, kulturelle Wurzeln und menschliche Verbundenheit – ein Erlebnis für die ganze Familie!
  • 25. August – „Ein Fisch, der auf dem Trockenen schwimmt“: Im Theater Landungsbrücken erzählt eine szenische Installation vom Leben und Exil der Frankfurter Künstlerin Erna Pinner.
  • 31. August – „Biometrische Diktatur“: Am Campus Westend berichtet der exilierte chinesische Autor Zhang Xiamao darüber, wie Zensur heute nicht mehr nur das geschriebene Wort betrifft, sondern der Körper selbst zur Datenquelle wird.
  • 6. September – Abschluss mit Hetain Patel: Der Künstler setzt sich im Jüdischen Museum performativ mit seiner britisch-gujaratischen Familie auseinander und macht sichtbar, wie Identität und Traditionen weitergegeben, verändert oder verloren werden.

Mehr als nur Erinnerung – ein Zeichen für heute

Sylvia Asmus, Direktorin des Deutschen Exilarchivs, bringt es auf den Punkt: Frankfurt zeigt mit seiner großen Beteiligung von Institutionen, Vereinen und Organisationen, wie vielfältig die Auseinandersetzung mit Exil, Flucht und Verfolgung in dieser Stadt ist. Und Sven Tetzlaff von der Körber-Stiftung ergänzt: Exil bedeutet nicht nur Verlust – es bringt auch neue Formen des Ausdrucks, der Begegnung und des Weitererzählens hervor.

Die Tage des Exils Frankfurt finden im Rahmen der World Design Capital 2026 statt. Als Kulturpartner begleiten hr2-kultur und die Nachrichtenplattform Amal News Frankfurt das Programm. Für die Körber-Stiftung ist Frankfurt übrigens kein Neuland: Seit 2016 organisiert sie die Tage des Exils regelmäßig in verschiedenen deutschen Städten – 2026 findet das Festival zum zweiten Mal in Frankfurt statt.

Alle Infos zum vollständigen Programm findet ihr unter www.tagedesexils.de. Jetzt reinhören, hingehen, mitdiskutieren – Frankfurt lebt!

Quellen

Artikel teilen
Hilf uns, lokale Nachrichten zu verbreiten.

Dein Beitrag für Radio Frankfurt

Ob Meinung, Hinweis oder persönliche Geschichte: Reiche deinen Kommentar ein. Unsere Redaktion prüft deinen Beitrag vor der Veröffentlichung.
Einsatz von KI
Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage redaktionell ausgewählter Quellen erstellt, mehrstufig geprüft und vor der Veröffentlichung durch unsere Redaktion freigegeben. KI-generierte Bilder sind entsprechend gekennzeichnet.

Das könnte dich auch interessieren

Diskutiere mit!
Anonym und ganz ohne Anmeldezwang!
Alle Kommentare werden von unserer Redaktion im Vorfeld geprüft.
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

1
Kontakt
2
Unterlagen
3
Datenschutz
WhatsApp vorhanden?
    Datenschutz*

    Kontaktformular

    Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.