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Süßes als Belohnung beim Essen? Kita-Leiterin sagt: „Geht gar nicht!“

Süßigkeiten als Belohnung fürs Aufessen – Kita-Leiterin Liana Schulz erklärt, warum das Kinder langfristig schadet und was Eltern besser machen können.

Redaktion
·
13. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 39 Minuten

Ein Satz, den fast alle Eltern kennen

„Wenn du aufisst, gibt es noch etwas Süßes.“ Hand aufs Herz – wer hat diesen Satz noch nie gesagt oder zumindest gedacht? Der Teller ist halb leer, das Kind hat keine Lust mehr, und der schnelle Trick mit den Süßigkeiten scheint im ersten Moment zu funktionieren. Doch genau diese Methode bringt Kita-Leiterin Liana Schulz auf den Plan – und sie hat eine klare Meinung dazu.

Was Kita-Leiterin Liana Schulz beobachtet

Auf Instagram teilt Schulz regelmäßig Einblicke aus ihrem Kita-Alltag. In einem aktuellen Beitrag schildert sie den Fall einer Mutter, die ihr ganz offen erzählte: Teller leer, dann gibt es Smarties. Ein Deal, der für Eltern verlockend klingt – weil er kurzfristig klappt. Doch Schulz sieht das kritisch. Sie beobachtet dieses Verhalten nicht nur bei einzelnen Familien, sondern auch in vielen Kitas selbst.

Ihr Fazit ist deutlich: Süßigkeiten als Belohnung fürs Aufessen ist ein Ansatz, der Kindern langfristig mehr schadet als nützt. Genau deshalb spricht sie das Thema öffentlich an – weil sie möchte, dass Eltern verstehen, was hinter dieser scheinbar harmlosen Methode steckt.

Warum ist das überhaupt ein Problem?

Der Trick mit der Belohnung klingt simpel und pragmatisch. Aber Schulz erklärt, warum das Ganze schwieriger ist, als es aussieht. Wenn Kinder lernen, dass Süßes die Belohnung für „richtiges“ Essen ist, verändert sich ihre Beziehung zum Essen grundlegend. Essen wird dann nicht mehr mit Hunger, Genuss oder Sättigung verbunden – sondern mit Druck und Belohnung. Das kann langfristige Auswirkungen auf das Essverhalten haben.

Außerdem signalisiert es Kindern unbewusst: Das Essen auf dem Teller ist eigentlich unangenehm – aber du kriegst danach etwas Schönes dafür. Das Gemüse oder die Suppe werden so noch unattraktiver, nicht attraktiver.

Was Eltern stattdessen tun können

Schulz geht es nicht darum, Eltern zu verurteilen. Sie weiß, wie stressig der Alltag mit Kindern sein kann – gerade beim Thema Essen. Aber sie möchte sensibilisieren: Es gibt Wege, Kindern ein gesundes Verhältnis zum Essen zu vermitteln, ohne Süßigkeiten als Druckmittel einzusetzen.

  • Kein Druck beim Essen – Kinder dürfen satt sein, wann sie satt sind
  • Süßes nicht als Belohnung, sondern als normaler Teil der Ernährung behandeln
  • Gemeinsames Essen ohne Ablenkung und ohne Verhandlungen am Tisch

Ein Thema, das viele bewegt

Das Thema trifft einen Nerv – und das nicht nur bei Eltern. Auch in Kitas ist die Frage, wie man Kinder zum Essen motiviert, ein echter Dauerbrenner. Liana Schulz bringt mit ihren Instagram-Posts frischen Wind in die Debatte und sorgt dafür, dass über solche Alltagssituationen nachgedacht wird.

Ihr Appell ist klar: Schaut hin, was ihr eurem Kind damit beibringt – auch wenn es im Moment bequem ist. Denn Gewohnheiten, die Kinder jetzt entwickeln, begleiten sie lange. Und das gilt eben auch für die Beziehung zum Essen.

Quellen


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