
Steuern, CO2-Abgabe und Weltmarkt: So setzt sich der Spritpreis 2026 zusammen und warum Tanken bald wieder teurer wird. Jetzt alle Fakten im Überblick lesen!
Ihr steht an der Zapfsäule und denkt euch: Warum ist das eigentlich so teuer? Wir klären auf, denn hinter jedem Liter Super oder Diesel steckt mehr Politik als man denkt. Nach Angaben des ADAC machen Steuern und Abgaben häufig über die Hälfte des gesamten Spritpreises aus. Hauptbestandteile sind die Energiesteuer, die CO2-Abgabe und die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Klingt trocken, trifft aber direkt euren Geldbeutel – jeden Tag, wenn ihr durch die Weltstadt am Main fahrt.
Wegen der hohen Kraftstoffkosten infolge des Iran-Kriegs hatte die Bundesregierung vom 1. Mai bis 30. Juni 2026 die Energiesteuer bei Diesel und Benzin um jeweils 14,04 Cent pro Liter gesenkt, wie der ADAC berichtet. Dieser befristete Tankrabatt gilt seit Anfang Oktober erneut bis Ende Dezember. Insgesamt summierte sich die Entlastung auf rund 17 Cent brutto pro Liter. Aktuell liegt die Energiesteuer bei Diesel bei 33,00 Cent pro Liter statt regulär 47,04 Cent, bei Benzin bei 51,41 Cent statt 65,45 Cent – Stand 1. Oktober 2026.
Durch diesen Rabatt hat sich der Steuer- und Abgabenanteil am Spritpreis spürbar verschoben. Am 11. Oktober 2026 lag er laut ADAC bei rund 47 Prozent bei Benzin und rund 38 Prozent bei Diesel. Zum Vergleich: Im Juli 2026, also ohne Rabatt, waren es noch rund 57 Prozent bei Benzin und 47 Prozent bei Diesel. Und 2025 lagen die Werte sogar bei 64 Prozent bei Benzin und 56 Prozent bei Diesel. Der Staat mischt also ordentlich mit.
Und jetzt kommt der Haken: Der Rabatt ist befristet, aber die Kosten für Spritproduzenten steigen schon jetzt weiter. Laut Berechnungen von Argus Media könnten die sogenannten Erfüllungskosten ab dem Jahreswechsel 2026 für Diesel um etwa 9 Euro pro 100 Liter, für E5-Benzin um rund 8 Euro und für E10-Benzin um etwa 7 Euro steigen. Grund dafür sind Anpassungen bei der Treibhausgasminderungsquote, kurz THG-Quote, und der CO2-Abgabe.
Die THG-Quote steigt laut Argus Media von 10,6 Prozent in 2025 auf 12 Prozent in 2026. Gleichzeitig könnten Verschärfungen dazu führen, dass bestimmte Biokraftstoffe nicht mehr doppelt angerechnet werden dürfen. Das Ergebnis: THG-Zertifikate für 2026 werden bereits jetzt fast doppelt so teuer gehandelt wie die für 2025. Für Diesel könnten die Erfüllungskosten laut Argus Media sogar um mehr als 70 Prozent steigen.
Auch die CO2-Abgabe zieht an. Sie soll ab 2026 in einem Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2e versteigert werden, mit der Option, bei verpasstem Zuschlag Sondermengen zu 70 Euro zu erwerben. Viele Marktteilnehmer rechnen laut Argus Media bereits jetzt mit 70 Euro als Referenzwert für ihre Kalkulation.
Neben Steuern und Abgaben spielen auch ganz klassische Marktkräfte eine Rolle. Der ADAC erklärt: Der globale Rohstoffhandel bewegt sich abhängig von Konjunktur, politischer Lage und Jahreszeit. Auch der Dollar-Kurs ist entscheidend, denn Erdöl wird weltweit fast ausschließlich in US-Dollar gehandelt. Steigt der Dollar gegenüber dem Euro, steigen meist auch die Preise an der Zapfsäule.
Im Sommer 2026 kam laut ADAC noch ein weiterer Preistreiber hinzu: die Dürre. Wegen niedriger Flusspegel konnten Tankschiffe weniger laden, was die Transportkosten erhöhte. Und natürlich mischt auch der Wettbewerb zwischen den Tankstellenbetreibern mit – egal ob Aral, Shell, Total, Esso oder Jet.
Der Spritpreis ist ein Puzzle aus Steuern, Weltmarkt und Politik – und 2026 wird es für viele Autofahrer in Frankfurt und Umgebung nochmal spannend, wenn der aktuelle Tankrabatt Ende Dezember ausläuft und gleichzeitig die THG- und CO2-Kosten steigen. Wer sparen will, lohnt sich ein Blick auf Vergleichsportale, bevor ihr den Tank füllt. Und für alles rund um Frankfurt, Nachrichten und den Sound der Weltstadt bleibt natürlich nur eine Adresse: Jetzt reinhören bei Radio Frankfurt – das beste Programm im Main-Gebiet!






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