
Beim Aktionstag „Sossenheim kann nachhaltig“ auf dem Kirchberg lernten Kinder an 20 Ständen alles über Umwelt, Energie und nachhaltiges Leben in Frankfurt.
Der Sossenheimer Kirchberg hat sich verwandelt: Beim Aktionstag „Sossenheim kann nachhaltig“ drehte sich alles um Umwelt, Energie und ein bewusstes Miteinander. Das „Netzwerk nachhaltig lernen in Frankfurt“ hat die Veranstaltung gemeinsam mit dem Quartiersmanagement organisiert – und das kam richtig gut an! Kinder, Familien und Neugierige aus dem Stadtteil strömten zu den insgesamt 20 Ständen und tauchten ein in die Welt der Nachhaltigkeit.
Netzwerk-Sprecherin Kirsten Allendorf erklärte dabei auch, warum der Kirchberg als Location kein Zufall war: „So können wir auch darauf hinweisen, welchen Nutzen dieser Platz haben könnte.“ Ein dezenter Hinweis darauf, dass die Umgestaltung des Platzes schon lange diskutiert wird – bislang aber noch nichts umgesetzt wurde.
Kinder stehen beim Thema Nachhaltigkeit ganz besonders im Fokus – und das aus gutem Grund! Sie leben noch am längsten auf diesem Planeten, sind aufnahmebereiter als viele Erwachsene und tragen die Umweltthemen nach Hause. Sie sind echte Multiplikatoren. Genau deshalb war der Aktionstag auf dem Kirchberg so ausgerichtet, dass Mitmachen großgeschrieben wurde.
Stempelkarten sorgten für extra Motivation: Wer sechs Stempel gesammelt hatte, bekam eine Tüte Popcorn als Belohnung. An vielen Stationen waren die Kinder mit vollem Eifer dabei.
Einer der beliebtesten Stände drehte sich rund um das Thema Äpfel – und der hatte es in sich! In der Projektwoche vor dem Aktionstag besuchten Schülergruppen die Streuobstwiesen in Sossenheim, und aus frühen Sommeräpfeln wurde bereits der erste Most gekeltert. Am Stand gab es dann Bildung pur: Apfelmus enthält Zucker, Apfelmark nicht – Wissen, das wohl auch so manchen Erwachsenen überrascht hat.
Und dann war da noch die Sache mit dem Apfelessig: Eine Schülerin wollte ihn tatsächlich trinken – aber schon ein paar Tropfen auf der Zunge sorgten für schnelle Ernüchterung. Kleiner Fehler, großer Lerneffekt!
Auch der Verein „Energiepunkt Frankfurt“ war mit einem Stand vertreten. Der ehrenamtliche Verein hat vor einigen Monaten das Management des Klimaquartiers Sossenheim übernommen und präsentierte auf dem Kirchberg einen Barfußpfad. Besucher konnten dabei hautnah spüren, wie unterschiedliche Materialien Hitze speichern und sich aufheizen – ein direkter, spürbarer Lerneffekt zum Thema Oberflächenmaterialien und Nachhaltigkeit.
Sanierungsmanagerin Jordis Klein informierte Interessierte am Stand über die Möglichkeiten, Solarstrom zu nutzen. Übrigens: Wer eine Energieberatung sucht, kann das Quartiersbüro nutzen – dienstags von 9 bis 12 Uhr und mittwochs von 13 bis 17 Uhr gibt es dort eine kostenlose Erstberatung.
Die Palette der Aktionen war wirklich breit gestreut. Die Jugendfeuerwehr ließ Kinder Anstecker herstellen und bemalen – und nutzte die Gelegenheit, um über richtiges Verhalten bei einem Wohnungsbrand aufzuklären. Bei der Regenbogengemeinde wurden Holzabschnitte mit Löchern versehen und kreative Gestecke mit Grünzeug gebastelt. Beim Wohnungsunternehmen GWH bemalten die Schüler Blumentöpfe aus Ton, füllten sie mit Erde und bekamen noch ein Tütchen Samen dazu – damit Nachhaltigkeit auch zu Hause weiterlebt.
Für 20 Institutionen und Organisationen war der Tag zudem eine echte Chance, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und sich im Stadtteil bekannter zu machen. Ein rundum gelungener Tag auf dem Sossenheimer Kirchberg – mit Spaß, Wissen und richtig viel Herzblut für unsere Stadt. Der Sound der Weltstadt lebt eben auch in solchen Momenten!






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