
Sonnenfinsternis über Hessen: Fast 90 % der Sonne verdeckt! Wir zeigen dir die besten Beobachtungsplätze von Nord- bis Südhessen und worauf du achten musst.
Am Mittwochabend wird es über Hessen richtig spektakulär: Der Mond schiebt sich vor die Sonne und verdeckt dabei fast 90 Prozent der Sonnenscheibe. Die partielle Sonnenfinsternis beginnt je nach Ort gegen 19.15 Uhr und erreicht gegen 20.15 Uhr ihren Höhepunkt. Danach endet das Schauspiel mit dem Sonnenuntergang. Und als wäre das nicht genug, sind in derselben Nacht auch noch die Perseiden unterwegs – der Sternschnuppenstrom erreicht in der Nacht zum Donnerstag sein Maximum. Doppeltes Himmelsfeuerwerk für die Rhein-Main-Region!
Gute Nachrichten für alle Himmelsgucker: hr3-Meteorologe Martin Gudd gibt grünes Licht. „Höchstwahrscheinlich können wir die sehen“, sagt er. Laut Deutschem Wetterdienst hält der Hochdruckeinfluss an, für Hessen wird ein weitgehend wolkenfreier Himmel erwartet – sowohl zur Sonnenfinsternis als auch in der Folgenacht für die Perseiden. Besser geht’s kaum!
Hier ist der entscheidende Punkt: Da die Sonne beim Höhepunkt der Finsternis bereits sehr tief steht, brauchst du unbedingt einen freien Blick in Richtung Westen bis Nordwesten. Schon ein einziges Haus, ein Baum oder eine Hügelkette kann die Sicht komplett versperren. Höhere Standorte haben zwar Vorteile, sind aber nicht automatisch die beste Wahl. „Den einen Ort gibt es also nicht“, sagt Walter Gröning von der Volkssternwarte Wetterau. Auch auf flachen Feldern oder in den Niederungen kann die Finsternis gut zu sehen sein – wenn der Horizont frei ist. Carolin Liefke von der Vereinigung der Sternfreunde rät außerdem, den Platz bereits am Dienstagabend zu testen: Steht die Sonne dort gegen 20.15 Uhr noch frei über dem Horizont?
Egal ob du in Nordhessen, der Rhein-Main-Region oder im Süden wohnst – hier sind die Top-Beobachtungsplätze, die Experten empfehlen:
Eines ist absolut wichtig: Ohne geeignete Sonnenfinsternisbrille oder einen anderen geprüften Sonnenschutz niemals direkt in die Sonne schauen! Normale Sonnenbrillen reichen definitiv nicht aus. Wer sich unsicher ist, besucht am besten eine Veranstaltung einer Sternwarte oder eines Astronomievereins. „Dort können Sie gefahrlos einen Blick durch speziell geschützte Teleskope werfen“, empfiehlt Marc Streit von der Sternwarte Fulda. Rainer Schmitz von der Sternwarte Hofheim hat noch einen schönen Tipp für Erstbeobachter: „Sich Zeit lassen, das Ereignis genießen und darüber nachdenken, was man da eigentlich sieht.“ Gesagt, getan – macht euch einen schönen Abend draus und schaut rauf!






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