
Am Frankfurter Hauptbahnhof sinkt die Kriminalität: Ein Jahr Ordnungspartnerschaft zeigt Wirkung bei Diebstählen. Alle Maßnahmen und Ergebnisse im Überblick.
Frankfurt wird sicherer – zumindest an einem der meistgenutzten Orte der Stadt. Am Frankfurter Hauptbahnhof und an wichtigen ÖPNV-Knotenpunkten wie der Hauptwache, der Konstablerwache und Frankfurt-Höchst zieht die Ordnungspartnerschaft nach einem Jahr eine klare positive Bilanz. Deutsche Bahn, Stadt Frankfurt, Landespolizei, Bundespolizei und VGF haben gemeinsam angepackt – und die Eigentumskriminalität ist spürbar zurückgegangen.
Vor genau einem Jahr, am 1. September, wurde die Vereinbarung unterzeichnet. Seitdem laufen gemeinsame Sicherheitsstreifen, engere Abstimmung zwischen den Behörden und schnellere Kommunikationswege. Das Ergebnis: weniger Taschen- und Trickdiebstähle, weniger Fahrraddiebstähle und weniger Straftaten rund um Autos. Das passt auch zum Gesamtbild in der Stadt – denn in einem früheren Beitrag haben wir bereits berichtet, wie die Polizei zwei Taschendiebe in der Frankfurter Altstadt schnappte und damit zeigt, dass der Fahndungsdruck in ganz Frankfurt steigt.
Was steckt konkret hinter dem Rückgang? Vor allem die erhöhte Präsenz vor Ort macht den Unterschied. Am Frankfurter Hauptbahnhof sind bundesweit die meisten Sicherheitskräfte eines einzelnen Bahnhofs im Einsatz. Dazu kommen eine zusätzliche Doppelstreife und eine mobile Unterstützungsgruppe im Großraum Frankfurt – beides Teil eines bundesweiten Sofortprogramms der Deutschen Bahn.
Auch technisch wird aufgerüstet: Mehr als 260 hochauflösende Kameras sind bereits im Hauptbahnhof installiert. KI-gestützte Videoanalyse in Videoschutzzonen – auf Grundlage des hessischen Sicherheitsrechts – ergänzt die Arbeit der Einsatzkräfte. Weitere Kameras sollen im Zuge der Modernisierung und des Großprojekts Masterplan Frankfurt Hauptbahnhof folgen. Rund um die Uhr besetzt ist außerdem die Bundespolizeiinspektion im Erdgeschoss bei Gleis 24.
Besonders auffällig: Die Lage an den Abgängen „Kaisertor“ und „Münchener Straße“ – früher Treffpunkt von Dealer- und Konsumentenszene – hat sich durch Kontrollen und mehr Streifen sichtbar verbessert. Beschwerden aus diesem Bereich sind deutlich gesunken.
Auch rund um die Elbe- und Kaiserstraße hat sich einiges getan. Dort ging es vor allem um eine Trinkerszene und viele Verstöße durch Kleinabfälle. Dank hoher Streifenfrequenz sind Bettelei und Lagern rückläufig. Kiosk-Kontrollen zeigten zudem Wirkung – zum Beispiel beim Verkauf illegaler Nikotinprodukte und Getränken ohne Pfandsiegel.
Die Zusammenarbeit geht weit über Streifengänge hinaus. Hier ein Überblick über die laufenden Maßnahmen:
Neben Kontrollen setzen die Partner auf Aufklärung. Im Mai fand erstmals die „Sicher FFM Infomeile“ im Foyer des Frankfurter Hauptbahnhofs statt – mit Informationen zu Sicherheit und Prävention für alle Reisenden. Am Haupteingang wurde außerdem der Pilotraum „Dialogforum“ eröffnet, der seitdem für Veranstaltungen rund um Sicherheit und Austausch genutzt wird.
Der nächste Termin steht schon fest: Am Dienstag, 10. November, findet die „Sicher FFM Infomeile“ an der U-Bahn-Station „Hauptwache“ statt. Weitere Infos sollen in Kürze auf der Seite sicherffm.de folgen.
Die Ordnungspartnerschaft soll nicht nur fortgeführt, sondern auch ausgeweitet werden. Aktuell prüfen die Partner, ob der Bahnhof Frankfurt-Stadion in die Kooperation aufgenommen wird – mit Blick auf die sichere Abwicklung von Großveranstaltungen. Die Kooperation läuft zunächst drei Jahre und verlängert sich danach automatisch bis auf Weiteres.
Für alle, die täglich am Hauptbahnhof unterwegs sind: Die Zeichen stehen gut. Mehr Präsenz, mehr Technik und eine engere Zusammenarbeit der Behörden machen den Unterschied – und Frankfurt ein Stück sicherer. Jetzt reinhören und auf dem Laufenden bleiben mit Radio Frankfurt – dem Sound der Weltstadt!






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