Frankfurt feiert Rosch ha-Shana: Der Römer leuchtet mit „Shana Tova“ und setzt ein starkes Zeichen für jüdisches Leben in der Stadt. Alle Infos hier.
Am Abend des 11. Septembers beginnt für Jüdinnen und Juden weltweit Rosch ha-Shana – das jüdische Neujahrsfest. Und Frankfurt macht dabei, was Frankfurt am besten kann: Haltung zeigen! Der Römer, das Herzstück unserer Stadt, erstrahlt mit dem Schriftzug „Shana Tova“ – zu Deutsch: „Ein gutes neues Jahr“. Ein sichtbares Zeichen dafür, dass jüdisches Leben fest zur Frankfurter Stadtgesellschaft gehört.
Die Beleuchtung am Römer wurde am Donnerstag, dem 10. September, um 19.30 Uhr an der Seufzerbrücke feierlich eröffnet. Als Wahrzeichen Frankfurts sendet der Römer damit eine klare Botschaft: Jüdisches Leben ist hier willkommen, sichtbar und selbstverständlich Teil unserer Stadt.
Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt, Stadtsauberkeit, Frauen, Diversität und Migration, bringt es auf den Punkt: „Ich wünsche allen, die Rosch ha-Shana feiern, ein gutes, friedliches und süßes neues Jahr. Rosch ha-Shana steht für Neuanfang, Umkehr und Hoffnung. Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, jüdisches Leben in unserer Stadt zu stärken und sichtbar zu machen. Jüdisches Leben gehört selbstverständlich zu Frankfurt. Ich wünsche uns allen ein Jahr, in dem jüdisches Leben sicher, sichtbar und gleichberechtigt seinen Platz in unserer Stadt hat. Shana Tova u-Metuka.“
Rosch ha-Shana ist viel mehr als ein Neujahrstag im Kalender. Das Fest läutet die zehn sogenannten Tage der Reue und Umkehr ein – eine Zeit der Besinnung und des Neuanfangs. Der Abschluss dieser besonderen Phase ist Jom Kippur, der höchste jüdische Feier- und Fastentag. Nach dem jüdischen Kalender beginnt mit Rosch ha-Shana in diesem Jahr das Jahr 5787.
In Frankfurt kommen anlässlich des Festes viele Gläubige in den Synagogen und Gemeinden zusammen, um zu beten und das neue Jahr zu begrüßen. Die Westend-Synagoge – die größte der Stadt – ist dabei ein besonderes Symbol: Sie hat die Pogromnacht und die Jahre des Nationalsozialismus überdauert, wenn auch stark beschädigt. Von 1988 bis 1994 wurde sie originalgetreu renoviert und erstrahlt seitdem wieder in ihrer ursprünglichen Pracht.
Frankfurt blickt auf eine lange und vielfältige jüdische Geschichte zurück – und die Gegenwart ist mindestens genauso reich. Heute leben Jüdinnen und Juden mit unterschiedlichen religiösen Ausrichtungen und Hintergründen in unserer Stadt. Diese Vielfalt ist Stärke. Und genau das macht Frankfurt zu dem, was es ist: eine echte Weltstadt – offen, bunt und voller Geschichte.
Das Leuchten des Römers zu Rosch ha-Shana ist deshalb mehr als eine schöne Geste. Es ist ein klares Bekenntnis: Frankfurt steht zu seiner jüdischen Gemeinschaft – heute, morgen und in Zukunft. Der Sound der Weltstadt klingt auch in solchen Momenten, wenn Vielfalt sichtbar gefeiert wird.
Wir von Radio Frankfurt wünschen allen, die Rosch ha-Shana feiern: Shana Tova u-Metuka! Ein gutes, süßes und friedliches neues Jahr 5787!






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