
Frankfurter Gymnasien unterrichten im neuen Schuljahr 1700 Kinder mehr – die Gesamtschülerzahl steigt auf fast 111.500. Alle Infos zum Schulstart in Frankfurt.
Frankfurt wächst – und das merkt man auch in den Schulen! Zum neuen Schuljahr steigt die Gesamtschülerzahl in der Mainmetropole auf fast 111.500 Kinder und Jugendliche. Das sind rund 1900 mehr als im Vorjahr. Der Sound der Weltstadt ist laut – und der klingt gerade auch aus den Klassenzimmern!
Besonders auffällig: An den Gymnasien lernen im Vergleich zum vorherigen Schuljahr sage und schreibe rund 1700 Schülerinnen und Schüler mehr. Zum Vergleich – an den Grundschulen beträgt der Zuwachs lediglich 148 Kinder. Evelin Spyra, die Leiterin des für Frankfurt zuständigen Staatlichen Schulamts, vermutet dahinter eine mögliche Erklärung: Die geburtenstarken Jahrgänge sind inzwischen an den weiterführenden Schulen angekommen.
Nach den Sommerferien werden in Hessens größter Stadt 6350 Schulanfänger eingeschult. Ein Drittel von ihnen besucht Vorlaufkurse, um ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Gleichzeitig erfüllt die Stadt Frankfurt zum neuen Schuljahr den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Grundschülern – zunächst gilt er nur für Erstklässler. Laut Spyra habe Frankfurt „mit Hochdruck“ am Ausbau der Ganztagsplätze gearbeitet und sich „sehr stark engagiert“, damit dieser Anspruch auch wirklich eingelöst werden kann.
Von den fast 111.500 Schülerinnen und Schülern besuchen rund 75.500 öffentliche allgemeinbildende Schulen. Dazu kommen 26.000 Schüler an Berufsschulen, 8300 an Privatschulen und 1650 an beruflichen Schulen in freier Trägerschaft. Positiv zu vermerken: Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer ist leicht gestiegen – vor allem an den Grundschulen. Und auch die Intensivklassen, in denen Neuankömmlinge Deutsch lernen, verzeichnen einen Rückgang der Schülerzahl um fast ein Viertel.
Frankfurt baut, plant und sucht – und das ganzjährig. Denn die Schülerzahlen in der Stadt wachsen seit Jahren. Bis 2029 sind deshalb 25 neue Schulen geplant. Doch der Baufortschritt hält nicht immer mit der Entwicklung der Schülerzahlen Schritt. Bestehende Schulen müssen daher ausgebaut werden, um die stetig wachsende Nachfrage zu bewältigen. „Wir suchen das ganze Jahr über nach Schulplätzen. Es endet nie“, brachte es Amtsleiterin Spyra auf den Punkt.
Im neuen Schulentwicklungsplan ist außerdem der Bau einer neuen Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung vorgesehen. Kurzfristig soll zunächst eine fünf Klassen umfassende Dependance einer bestehenden Förderschule in Fechenheim eingerichtet werden – der Start ist nach den Herbstferien geplant.
Nicht alle Wünsche lassen sich erfüllen: Beim Übergang von der vierten in die fünfte Klasse kamen 535 von 6657 Viertklässlern nicht an ihrer Wunschschule zum Zug und wurden einer anderen Schule zugewiesen. Das entspricht einer Quote von 7,5 Prozent – auf dem Niveau der Vorjahre. Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, entscheidet das Los.
Im Staatlichen Schulamt gingen deshalb 126 Widersprüche ein, von denen 13 in Gerichtsverfahren mündeten. Bisher hat das Amt fünf dieser Verfahren gewonnen – und in den vergangenen Jahren konnte die Behörde alle Verfahren für sich entscheiden. „Das Losverfahren ist rechtlich anerkannt“, betonte Spyra.
Frankfurt bleibt also eine Stadt im Wachstum – auch in den Schulen. Wir bleiben für euch am Ball und berichten weiter über alles, was unsere Stadt bewegt. Das beste Programm im Main-Gebiet – jetzt reinhören!






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