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Schönhofviertel Frankfurt: Der neue Schönhofpark ist eröffnet!

Der Schönhofpark in Frankfurt-Bockenheim ist eröffnet! Erfahre, was das grüne Wohnzimmer des neuen Schönhofviertels so besonders macht.

Redaktion
·
3. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 6 Minuten

Frankfurt bekommt ein grünes Wohnzimmer – mitten in Bockenheim!

Im neuen Schönhofviertel in Bockenheim ist es endlich so weit: Der Schönhofpark hat offiziell eröffnet! Der östliche Teil der lang ersehnten Grünanlage ist freigegeben – und die Bewohner haben ihn sofort in Beschlag genommen. Kein Wunder, denn nach einem extremen Sommer 2026 mit vielen Hitzetagen und langer Trockenheit sehnte sich Frankfurt nach einem echten grünen Rückzugsort.

Warum hat es so lange gedauert?

Eigentlich sollte der Park schon früher übergeben werden. Doch der heiße, trockene Sommer 2026 machte den Planern einen Strich durch die Rechnung: Ausgetrocknete, steppenartige Rasenflächen zwangen die Verantwortlichen, den Zeitplan zu verschieben. Erst dank Regen und gezielter Bewässerung präsentierte sich der Park zur Eröffnung in sattem Grün. Japanische Schnurbäume, Blaseneschen und Tulpenbäume – allesamt sogenannte Klimabäume – waren da schon längst gepflanzt.

„Ein kostenfreies Wohnzimmer für alle“

Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) brachte es auf den Punkt: Gerade dieser extreme Sommer habe gezeigt, wie wichtig eine zentrale Grünanlage für ein Quartier mit künftig 2000 Bewohnern ist. „Der Park wird so zu einem kostenfreien Wohnzimmer für alle“, sagte Josef bei der Eröffnung. Dazu kommt: Für das neue Quartier auf dem früheren Siemens-Areal wurde rund ein Hektar Fläche entsiegelt. Am Ende wird der Park knapp drei Hektar umfassen – nur einen Hektar weniger als der beliebte Hafenpark am Frankfurter Mainufer. In den Park investierten die Entwickler Instone und Nassauische Heimstätte rund vier Millionen Euro.

Das Schönhofviertel als Vorzeigequartier

Umwelt- und Klimadezernentin Tina Zapf-Rodríguez (Die Grünen) lobte das gesamte Schönhofviertel als „Vorzeigequartier“. Klimaschutz und Klimaanpassung seien hier gleichermaßen umgesetzt worden. Viele Dächer sind begrünt oder mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, insgesamt 181 Bäume werden im gesamten Quartier gepflanzt sein. Besonders spannend: Das Prinzip der Schwammstadt wurde konsequent angewendet. Regenwasser wird nicht nur im Park aufgefangen, sondern auch in den grünen Seitenhöfen zwischen der Bebauung.

Im Park selbst wurden zehn Mulden angelegt und eine Zisterne gebaut, um Regenwasser zu speichern. Das Wasser kann zwar nicht ins Grundwasser versickern – der Boden ist durch die frühere Nutzung des Areals belastet –, aber durch die Verdunstung entsteht ein besseres Mikroklima und die Bäume profitieren von der Bodenfeuchtigkeit. Für die rund 5000 Stauden und mehr als 1000 Gräser wurden besonders hitzeresistente Arten gewählt.

Naturnahe Gestaltung als Gegenstück zum Europagarten

Landschaftsarchitekt Klaus-Dieter Aichele vom Mainzer Büro Bierbaum-Aichele erklärt das Konzept: „Wir wollten dem Park eine naturnahe Gestaltung geben.“ Mit Rasen, Blumenwiesen, mehr als 60 größeren Sträuchern, insgesamt 80 Bäumen und großzügigen Staudenpflanzungen sollte ein natürlicher, weitläufiger Charakter entstehen. Die Bäume wurden in lockeren Gruppen gepflanzt – bewusst als Kontrast zur strengen Anordnung der Wohngebäude. Das macht den Schönhofpark auch zu einem Gegenstück zum in Frankfurt umstrittenen Europagarten mit seiner formalen Struktur.

Ein echter Hingucker ist außerdem der breite, geschwungene Betonweg durch den Park – laut Aichele ein Novum, denn üblicherweise werden Platten immer gerade verlegt.

Schule trifft Park: Deutschlands erste Hybridschule

Der Park gliedert sich in drei Teile: den jetzt eröffneten östlichen Teil, den Mara-Jakisch-Platz als zentrale Mitte mit Geschäften und Café sowie einen westlichen Teil. Letzterer wird vor allem einen Sportplatz und freie Flächen für eine im Bau befindliche Grundschule bieten – Deutschlands erste Hybridschule, in der Bildung und Wohnen in einem Gebäude kombiniert werden. Da die Schule kein eigenes Außengelände hat, werden die Schülerinnen und Schüler den Park nutzen. Geplant ist ein eigenes „Grünes Klassenzimmer“ mit einer geschwungenen Sitzmauer aus Stampfbeton – handwerklich im Park gefertigt, ganz ohne Stahl.

Frankfurt wächst, wird grüner und zeigt: Lebensqualität und Klimaanpassung gehen Hand in Hand. Der Schönhofpark ist ein echtes Stück Heimat für Bockenheim – hör rein bei Radio Frankfurt und bleib auf dem Laufenden über alles, was unsere Stadt bewegt. Jetzt reinhören!

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